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Vulkanausbruch auf Island droht: Gefahr für Reisende?

Ein Ausbruch des Vulkans Grímsvötn auf Island steht wieder bevor, wie hier 2011
2011: Der letzte Ausbruch des Vulkans Grimsvötn verlief glimpflich ∙ © dpa/Egill Adalsteinsson

Reisen nach Island sind wieder ohne Quarantäne möglich. Doch nun könnte ein Vulkanausbruch den Flugverkehr durcheinanderwirbeln. Erinnerungen an 2010 werden wach: Damals hatte der Eyjafjallajökull für wochenlanges Flugchaos in Europa gesorgt.

  • Anzeichen für Ausbruch des Vulkans Grimsvötn verdichten sich

  • Aschewolke könnte Flugverkehr behindern

  • Erstattungsanspruch bei Flugannulierungen

Erdbeben als Vorwarnung

Bereits seit Juni wird die Gegend im Umkreis des Vulkans Grimsvötn durch Erdbeben erschüttert, die auch in der rund 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Reykjavik deutlich zu spüren sind. Nun haben Vulkanologen festgestellt, dass sich unmittelbar unter der Erdoberfläche eine größere Magmakammer befindet. Die Experten halten eine Ausbruch in den nächsten Tagen oder Wochen für sehr wahrscheinlich.

Da der Grimsvötn in einer unbewohnten Gegend im isländischen Hochland liegt, droht der Bevölkerung keine unmittelbare Gefahr. Ein Ausbruch könnte aber eine Aschewolke in die Luft schleudern, die sich in der Atmosphäre ausbreitet. Wie bereits 2010 bei der Eruption des Eyjafjallajökull wären Behinderungen im Flugverkehr möglich. Im schlimmsten Fall wären nicht nur Reisen nach Island, sondern auch Flüge in anderen Teilen Europas betroffen.

Hinweise für Touristen

Sollte ein Flug aufgrund eines Vulkanausbruchs annulliert werden, erhalten die Passagiere von den Fluggesellschaften den kompletten Ticketpreis zurück. Alternativ können sie eine kostenlose Umbuchung auf einen anderen Flugtermin verlangen. Ein Recht auf Ausgleichzahlungen besteht wegen außergewöhnlicher Umstände allerdings nicht.

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Island ist durch vulkanische Aktivitäten entstanden und bietet Urlaubern faszinierende Landschaften und spektakuläre Naturphänomene wie Geysire und heiße Quellen. Von insgesamt 140 Feuerbergen sind 31 noch aktiv.

Für Menschen bedeuten die Vulkane aber auch eine immer wiederkehrende Gefahr. Beim Ausbruch des Laki im Jahr 1783, der schlimmsten Eruption der neueren isländischen Geschichte, kam rund ein Fünftel der damaligen Insel-Bevölkerung ums Leben.

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