ADAC schleppt Chris de Burgh ab
Aaron Reuschs erster Arbeitstag beim ADAC Mobilitätspartner Dietrich war spektakulär: Der 20-Jährige aus Kirchen (Rheinland-Pfalz) half dem irischen Barden Chris de Burgh aus der Patsche.
Chris de Burgh war mit seinem Tour-VW-Bus an der A45 auf dem Weg zu einem Konzert in Köln liegen geblieben: Der Dieselpartikelfilter war zu. Ein Fall für die Werkstatt.
ADAC: Herr Reusch, sind Sie Chris-de-Burgh-Fan?
Aaron Reusch: Tatsächlich nicht. Ich höre mehr so elektronische Musik, aber auch Oldies, 80er-, 90er-Jahre. Seine Musik kennt man schon, aber ich wusste nicht, wie er aussieht.
Wussten Sie vorher, wem Sie helfen sollten?
Nein. Das war ein ganz normaler Auftrag. Der Personenschützer und Fahrer meldete die Panne. Er ist Plus-Mitglied beim ADAC. Erst als sein Pannenfahrzeug aufgeladen war und wir alle in der Fahrerkabine meines Abschleppers saßen, ahnte ich, wen ich da neben mir sitzen hatte. Allerdings hatte der Personenschützer schon gesagt: "Heute werden Sie berühmt!"
Viele verehren Chris de Burgh ja sehr: Wie ist er im Umgang?
Chris de Burgh ist sehr bodenständig, zurückhaltend. Ich habe ganz normal mit ihm gesprochen. Er fragte, wie lange wir fahren, und ich antwortete "20 Minuten". Allerdings auf Englisch.
Haben Sie eine CD bekommen?
Nein. Aber wir machten gleich noch ein Selfie. Er wurde auch sofort von einem anderen Auto abgeholt.
War Ihre Familie neidisch?
Klar waren meinen Bekannten neidisch. Meine Mutter konnte es gar nicht glauben: "Das ist doch nicht dein Ernst! Gleich am ersten Tag einen Prominenten zu treffen!" Das hatte niemand erwartet.
Wen schleppen Sie als nächstes ab? Die Stones?
(Lacht) Mal gucken, wer noch kommt. In der ersten Woche habe ich schon so viele unterschiedliche Menschen getroffen, das ist der Wahnsinn.