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Corona-Zeiten: Fähren im Mittelmeer und auf Nord-/Ostsee fahren wieder

Menschen mit Mundschutz warten auf die Fähre
Mit Abstand geht's am besten: Fährpassagiere beim Boarding ∙ © imago images/ANE Edition

Die meisten Urlaubs-Fähren in Europa verkehren wieder nach Fahrplan: Das müssen Reisende auf den Mittelmeer-Strecken nach Griechenland sowie zu den Inseln Sardinien, Korsika und Elba wissen.

  • Einreisende nach Griechenland müssen 24 Stunden zuvor Formular ausfüllen

  • Ostsee-Fähren wieder nach Fahrplan

  • Schiffe nach Amrum und Föhr mit reduzierter Auslastung

Wer mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil verreisen möchte, erreicht manche Ziele ausschließlich oder am besten mit der Fähre. Gute Nachrichten für Urlauber: Die meisten Schiffsverbindungen, die wegen der Corona-Pandemie unterbrochen waren, wurden mittlerweile wieder aufgenommen. Allerdings gibt es fast überall Neuerungen.

Adria-Fähren von Italien nach Griechenland

Das Buchungsportal Go Ferry bestätigt, dass die Verbindung von Italien nach Griechenland (Ancona-Patras und Ancona-Igoumenitsa) bei den meisten Reedereien wieder im Angebot ist, allerdings dürfen die Schiffe nicht mit voller Auslastung fahren.

Wichtig: Wer nach Griechenland einreisen möchte, muss mindestens 24 Stunden vor Ankunft das elektronische Formular Passenger Locator Form (PLF) ausfüllen. Passagiere, die den PLF vor dem Check-in am Abfahrtshafen nicht eingereicht haben, können nicht einsteigen. Wer keine vorläufige Adresse für seinen Aufenthalt angeben kann, etwa weil er auf einer privaten Yacht Urlaub verbringt oder seine Unterkunft spontan vor Ort buchen möchte, kann das Formular nicht ausfüllen und kommt somit nicht auf die Fähre.

Zudem müssen alle Fährpassagiere vor dem Einsteigen einen Fragebogen zur Gesundheitserklärung* (pdf) ausfüllen und bei der Einschiffung zusammen mit dem Ticket an das Bordpersonal übergeben.

Wer an Bord geht, sollte sich zuvor über die Hygienevorschriften informieren. Die Reederei ANEK-Lines* (neben Minoan Lines* und Superfast Ferries* einer der drei großen Anbieter auf der Route) erklärt unter anderem:

  • Passagiere mit Covid-19-Symptomen dürfen nicht mitfahren

  • Passagiere und Besatzungsmitglieder müssen beim Einsteigen und während ihres gesamten Aufenthalts in allen Bereichen des Schiffes eine Stoffmaske oder ein Tuch verwenden, um Nase und Mund zu bedecken

  • Die Einhaltung des Mindestabstands ist überall sichergestellt und wird auch eingefordert

  • Überall an Bord befinden sich Desinfektionsmittel-Spender

  • Passagierkabinen werden nach einem speziellen Hygieneprotokoll gereinigt

  • In Restaurants oder Aufenthaltsräumen müssen teilweise Sitze frei bleiben

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Fähren nach Sardinien, Korsika, Elba und Sizilien

Im westlichen Mittelmeer sind etwa bei der Reederei Moby Lines alle Schiffsverbindungen nach Sardinien und Korsika sowie fast alle nach Elba wieder in Betrieb. Bei der Einreise nach Sardinien muss ein Formular ausgefüllt werden. Darin muss auch der Name des Schiffes angegeben werden, mit dem die Überfahrt durchgeführt wird. Es kann online* oder an Bord von Hand ausgefüllt werden. Ein Formular* benötigen auch Touristen, die mit der Fähre nach Sizilien kommen wollen.

Bei der Einreise nach Korsika wird in den Häfen bei jedem Passagier die Temperatur gemessen.

Auch Moby Lines hat ein umfassendes Hygiene-Konzept erstellt, unter anderem:

  • Wer eine Temperatur von mehr als 37,5 Grad Celsius hat, darf nicht an Bord gehen

  • Es gibt Desinfektionsmittel-Spender für die Handreinigung

  • Die Gesichtsmaske muss während der gesamten Dauer der Reise getragen werden

  • Die Besatzung, die mit Masken und Handschuhen ausgestattet ist, gewährleistet einen Mindestabstand von einem Meter zwischen den Passagieren

  • Self-Service-Restaurant und Bar sind geöffnet, wobei der Mindestabstand eingehalten wird

  • Andere Verkaufsstellen und der Kinderspielbereich sind geschlossen

  • Alle Schiffe der Flotte haben einen Arzt an Bord

Zu den neuen Covid-19-Regelungen bei Corsica Ferries*, dem größten Anbieter für Korsika-Überfahrten, zählen unter anderem:

  • Von der Einschiffung an und während der gesamten Überfahrt an Bord ist das Tragen der Maske für jeden Passagier und an jedem öffentlichen Ort obligatorisch

  • Hydroalkoholische Gelspender stehen allen im öffentlichen Raum zur Verfügung

  • Überall müssen Abstandsregeln eingehalten werden

  • Für die vollständige Desinfektion der Schiffe werden die Liegezeiten in den Häfen verlängert

Mittelmeer-Fähre zwischen Italien und Tunesien

Die Reederei Grandi Navi Veloci (GNV)* informiert, dass Reisen von Italien nach Tunesien und zurück für Deutsche möglich sind. Die Verbindungen von Genua, Civitavecchia und Palermo nach Tunis sind wieder aufgenommen. Allerdings besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Tunesien.

Ostsee-Fähren nach Norwegen und Schweden

Die norwegische Reederei Color Line* hat die Verbindung Kiel-Oslo Mitte Juni wieder aufgenommen, seit 15. Juli dürfen auch Deutsche wieder mit der Fähre nach Norwegen reisen. An Bord gibt es umfassende Hygienemaßnahmen.

Die sieben Schiffe der TT-Line* von Deutschland, Polen und Litauen ins schwedische Trelleborg verkehren normal. Alle Destinationen werden nach Fahrplan bedient. Für die Sicherheit der Passagiere ist das Reisen kontaktlos auf allen Schwedenfähren möglich. 

Die Reederei Stena Line*, die Deutschland und Schweden auf den Strecken Kiel-Göteborg bzw. Rostock-Trelleborg verbindet, fährt wie gewohnt, allerdings mit weniger Passagieren, um Abstandsregeln einhalten zu können. Das Tragen von Masken an Bord ist empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Büfetts in den Restaurants wurden vorerst abgeschafft, das Essen wird serviert.

Die Verbindung von Travemünde nach Liepaja (Litauen) wird derzeit nur für den Frachtverkehr betrieben.

Auf der Strecke Kiel-Klapeida fahren die Schiffe der Reederei DFDS* wieder nach Fahrplan.

Finnlines* verbinden regelmäßig Travemünde mit Helsinki bzw. mit Malmö. Finnland hat das Einreiseverbot für Deutsche mittlerweile aufgehoben.

Amrum- und Föhr-Fähren mit weniger Auslastung

Die Reedereien, die zu den Nord- und Ostfriesischen Inseln fahren, erlauben bei der Überfahrt nach Föhr und Amrum – anders als in Vor-Corona-Zeiten – den Passagieren, im Auto sitzen zu bleiben. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei* hat zudem die maximale Anzahl der Fahrgäste pro Abfahrt und Schiff auf der Föhr-Amrum-Linie um 25 Prozent reduziert, um den Fahrgästen an Bord zusätzlich Platz zur Verfügung stellen zu können.

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