Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Produkte
Mitgliedschaft
Der ADAC

Corona: Kaum Staus auf den deutschen Autobahnen

Die leere Autobahn A99 auf Höhe München-Haar.
Leere Autobahnen prägen derzeit das Bild in Deutschland ∙ © imago images/Lackovic

Die Corona-Krise verändert das öffentliche Leben in Deutschland völlig. Dies hat auch massive Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Staus auf den Autobahnen gibt es kaum noch. Die Bauarbeiten auf den Autobahnen nehmen hingegen richtig Fahrt auf. Das ergibt eine Auswertung der ADAC Verkehrsdatenbank.

Massiver Stau-Rückgang in ganz Deutschland

In den ersten beiden März-Wochen lag die Zahl der auf Deutschlands Autobahnen gemeldeten Staus an den verkehrsreichsten Tagen (Dienstag bis Donnerstag) noch durchschnittlich bei mehr als 2000. In der dritten März-Woche sank dieser Wert auf unter 1000 ab, um sich in der vierten März-Woche auf nur noch knapp 400 Staus pro Tag einzupendeln. Auch am Wochenende wurden zuletzt kaum noch Staus registriert.

Auch die Länge und Dauer der Staus ist stark rückläufig. Summierten sich die Autobahn-Staulängen in der Woche vom 2. bis zum 8. März (KW 10) noch auf 16.041 Kilometer, waren es in der Woche zwischen 16. und 22. März (KW 12) nur noch 4915 Kilometer. Die Gesamtdauer der Staus verringerte sich im selben Zeitraum von 293.880 Minuten auf nur noch 82.043 Minuten.

ADAC Verkehrsinformation

Aktuelle Verkehrsinformationen aus Österreich, der Schweiz, Südtirol und Deutschland sind bei der ADAC Verkehrsinformation erhältlich. Dort erfährt man auch, ob und wie sich die intensivierten Grenzkontrollen auf den Verkehr auswirken. Hier finden Sie die Telefonnummern der mobilen Stauinfo und des mobilen Verkehrsservices.

Zahl der Baustellen nimmt zu

Aktuell gibt es auf den deutschen Autobahnen keinen Baustopp. Im Gegenteil. Die Anzahl der Baustellen ist in manchen Bundesländern sogar gestiegen. Momentan wird an 582 Stellen gearbeitet.

Die Zunahme der Baustellen liegt zum einen daran, dass jetzt Frühling ist und damit die Hochsaison für Straßen- und Brückenarbeiten. Hinzu kommt aber, dass der Verkehr durch die Corona-Krise abgenommen hat. Laut Straßen.NRW, der zuständigen Straßenbaubehörde Nordrhein-Westfalens, könnten Sperrungen auf hochbelasteten Strecken gerade jetzt einfacher durchgeführt werden, so Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek.

Auf Baustellen könne sehr gut der erforderliche Abstand zwischen den arbeitenden Menschen eingehalten werden, Arbeitskolonnen könnten verkleinert und die Schichten mit einem festen Personenkreis zusammengestellt werden, um die Ansteckungsgefahr auszuschließen.

Straßenbauarbeiten gehen auch in der Stadt weiter

Auch in den Städten wird trotz der Corona-Beschränkungen weiter gebaut - was immer wieder irritierte Bürger bei den Behörden melden. Solche gewerblichen Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich seien aber ausdrücklich weiterhin erlaubt, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei der Deutschen Presse-Agentur.

Österreichs Bauarbeiter legen Stopp ein

In Österreich hat die für Autobahnen zuständige Behörde Asfinag hingegen alle nicht notwendigen Neubau- und Sanierungsarbeiten eingestellt. Es werden bis auf Weiteres nur noch Bauarbeiten durchgeführt, die den Verkehrsfluss sichern.

Tipps zum Fahren in der Baustelle

Tipps zum Fahren in der Baustelle

Autofahrer sollten in einer Baustelle generell sehr aufmerksam fahren. Denn im Zulauf der Baustelle, in Überleitungs- und Verschwenkungsbereichen sowie im Bereich von Anschlussstellen kommt es oft zu gefährlichen Situationen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern auch die oftmals sehr schmalen Fahrspuren in Baustellen. Hier sollten Autofahrer verstärkt versetzt fahren und auf das Überholen verzichten. Lesen Sie hier, welche Rolle Autobreiten in der Baustelle spielen. Alles zum Reißverschlussverfahren in Baustellen finden Sie hier.