Badeorte: So sauber sind Deutschlands Seen, Flüsse und Küsten

Baden Verboten Schild an der Spreelagune Lübben
Badeverbot: Die Spreelagune in Lübben hatte im Test keine gute Wasserqualität ∙ © dpa/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Der Badesommer 2021 kann kommen: Die Seen und Küsten in Deutschland bieten überwiegend hervorragende Wasserqualität. Elf Badegewässer sollte man allerdings besser meiden.

  • Rund 90 Prozent aller Badegewässer in Deutschland sind sauber

  • Elf Seen und Küstenabschnitte sind stark mit Fäkalbakterien belastet

  • Deutschlands Badegewässer liegen europaweit im oberen Mittelfeld

89,9 Prozent aller im Jahr 2020 untersuchten deutschen Seen, Flüsse und Küstengewässer haben eine ausgezeichnete Wasserqualität, so der Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA. Mehr als 96 Prozent erfüllten die in der EU gültigen Mindeststandards. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Wasserqualität weiter im oberen Mittelfeld.

Badegewässer in Deutschland: Elf sind mangelhaft

Nur elf der 2304 getesteten Badestellen im ganzen Land bekamen Mängel attestiert, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren – ein Jahr zuvor waren es nur acht gewesen. Zu den Gewässern, die Badende eher meiden sollten, zählen:

  • Der Nordseestrand Wremen in Niedersachsen

  • Eine Stelle an der Elbe bei Brokdorf in Schleswig-Holstein

  • Der Weserstrand Sandstedt in Niedersachsen

  • Der Klostersee Triefenstein in Bayern

  • Die Spreelagune Lübben in Brandenburg

  • Die Schlei bei Winningmay in Schleswig-Holstein

  • Die Ostsee im Erholungsort Barth an der Glöwitzer Bucht in Mecklenburg-Vorpommern

  • Der Neuendorfer Badestrand am Greifswalder Bodden in Mecklenburg-Vorpommern

  • Das Strandbad Obhausen in Sachsen-Anhalt

  • Eine Badestelle am See Freigericht-Ost in Kahl am Main in Bayern

  • Der Garchinger See bei München in Bayern

Badeverbote und Warnhinweise

Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22.276 Gewässern analysiert. Die Umweltexperten schauten dabei auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können. Bei einer Einstufung als mangelhaft rät die Umweltagentur zu Badeverboten, Warnhinweisen oder anderen Maßnahmen.

Wasserqualität in Europa: Deutschland im Mittelfeld

Die saubersten Badegewässer finden sich unter anderem in Österreich, Griechenland und Kroatien: Dort bekamen jeweils mehr als 95 Prozent der Badestellen eine exzellente Wasserqualität bescheinigt. Deutschland landet im europäischen Ranking auf Platz sieben. Nicht weit dahinter reihen sich auch die bei Deutschen besonders beliebten Urlaubsländer Italien und Spanien ein.

Mit Material von dpa.

Katja Fastrich
Redakteurin
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?