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Hirsch gegen Auto

Erstmalig im ADAC-Crashtest: Künstlicher Hirsch kollidiert mit echtem Auto. Wie läuft ein derartiger Unfall ab, wie riskant ist das für die Insassen? Dazu beeindruckende Bilder und unsere Tipps, damit es nach Möglichkeit gar nicht zum Wildunfall kommt.
  • Crashtest: 50 Kilo auf der Motorhaube

    Wildwechsel auf der ADAC-Crashbahn: Ein Pkw nähert sich mit 40 km/h einem ausgewachsenen Damhirsch - ein Szenario, welches sich in Deutschland etliche Eintausend mal so auch in der Realität abspielt.  Absolut nicht real war unser Zehn-Ender: ADAC-Ingenieure hatten eigens eine Dummy-Version mit 55 Kilogramm Gewicht und 93 Zentimeter Schulterhöhe auf die Läufe gestellt. Der Versuch sollte zeigen, was innerhalb weniger Millisekunden vor und auf der Fahrzeug-Frontpartie abläuft und wie die Folgen für Mensch und  Tier aussehen. Dank ausgefeilter Crashtest-Technik und hochauflösenden Hochgeschwindigkeits-Kameras ließ sich ein Wildunfall das erste Mal derart detailliert nachstellen.

     

    Fürs Tier wäre es schlimm ausgegangen: Der Hirsch, der mit rund 40 km/h und hoher Aufprallenergie auf die Motorhaube schlägt und knapp vor dem Anstoß an die Windschutzscheibe in hohem Bogen abgeworfen wird, hätte das kaum überstanden. Entwarnung hingegen für die Passagiere - sie kommen mit dem Schrecken davon. Das Ergebnis deckt sich mit den Auswertungen von realen Wildunfällen, wobei Hirsche dieses Kalibers glücklicherweise seltener als Unfallgegner auftauchen. Am häufigsten kommt der Zusammenprall mit dem weniger massiven Rehwild vor – insgesamt rund 220 000 mal pro Jahr.

     

    Doch auch Wildunfälle mit kleinerem Rehwild können für Fahrzeuginsassen schlimme Folgen haben – einfach deshalb, weil das plötzlich auf der Fahrbahn auftauchende Tier den Fahrer zu einer spontanen Ausweichreaktion verleiten kann. Damit verbunden ist das zwangsläufige Risiko, dass das Fahrzeug ins Schleudern kommt, besonders folgenreich bei Modellen ohne elektronische Fahrstabilitäts-Regelungen (ESP). Deshalb, auch wenn die Tierliebe dagegen spricht: Die Eigensicherung funktioniert nur, wenn man die Fahrspur stur beibehält und voll auf die Bremse tritt.


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