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- ADAC Crashtest -

Crash mit geringer Überdeckung

Für schlechte Laune bei deutschen Autobauern sorgt in letzter Zeit ein Crashtest des amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS). Dabei schnitten der 3er BMW, VW CC, Audi A4 und die Mercedes C-Klasse mit „ausreichend“ bzw. „mangelhaft“ ziemlich schlecht ab. Bei neueren Tests in der Kleinwagenklasse schnitten der Mitsubishi Space Star, Nissan Versa Sedan (Note), Toyota Prius C, Hyundai Accent, Fiat 500 und Honda Jazz schlecht ab. Nur der Chevrolet Spark bekam das Urteil "akzeptabel". Mazda 2, Kia Rio, Toyota Yaris uns Ford Fiesta erhielten "ausreichend". 


Was von der IIHS als neues Testverfahren gepriesen wird, ist dabei nicht neu. Schon seit 2009 fließen die Ergebnisse des sogenannten Small-Overlap-Versuchs in den ADAC Kompatibilitätstest ein. Die Tester des Clubs kommen bei diesem Aufprall mit geringer Überdeckung zu ähnlichen Ergebnissen wie die Amerikaner: Kracht ein Pkw frontal nur auf der Breite eines Scheinwerfers gegen ein feststehendes Objekt, verursacht der Crash oft starke Deformationen im Fußraum. Diese können zu schweren Beinverletzungen bei den Fahrzeuginsassen führen, die eine lange Rehabilitationsphase nach sich ziehen. 

Aus der ADAC Unfallforschung ist bekannt, dass diese Art von Unfällen auch in der Realität vorkommt und keineswegs nur eine theoretische Versuchsanordnung ist. Der ADAC fordert die Automobilhersteller deshalb auf, bei der Konstruktion neuer Fahrzeuge die Erkenntnisse aus dem Small-Overlap-Versuch einfließen zu lassen. Dass das möglich ist, beweisen die Testsieger des IIHS-Versuchs, der Acura TL (Premium-Marke aus dem Honda-Konzern für den US-Markt) und der Volvo S60. 

Das Gesamtergebnis des IIHS-Crashtests sieht für die deutschen Hersteller dagegen sehr viel versöhnlicher aus: 3er BMW, Volkswagen CC, Audi A4 und Mercedes C-Klasse werden jeweils mit dem „Top Safety Pick“ des IIHS ausgezeichnet − sind also Spitzenreiter in puncto Sicherheit. Der Small-Overlap-Versuch ist, wie auch beim ADAC Kompatibilitätstest, nur eines von mehreren getesteten Konstruktionsmerkmalen und spiegelt sich deshalb nur zu einem Teil in der Gesamtnote wider. 

Ob amerikanische Autos beim Aufprall mit geringer Überdeckung nun besser sind als die geprüften europäischen und japanischen, bleibt dahingestellt: Von den 13 von der IIHS getesteten Autos kam nur eines aus den USA − der Lincoln MKZ. Auch er schaffte beim Small-Overlap-Versuch lediglich ein „ausreichend“ und nun der Chevrolet Spark mit "akzeptabel". 

Das neue ADAC-Testverfahren zu mehr Kompabilität erfüllt auch die Forderungen beim Crash mit geringer Überdeckung. Mehr



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