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- ADAC Crashtest -

Crash Erdgasauto

"Gas an Bord" - ungute Gefühle können bei dieser alternativen Kraftstoffart aufkommen, wenn man an die Gastanks unterm Wagenboden denkt. Umso mehr ein Anlass, zu untersuchen, was bei einem Frontal- und Seitencrash passiert.

 

Beispielhaft ausgewählt wurde ein Opel Zafira CNG, Baujahr 2004. Die Ergebnisse, bezogen auf die Gasanlage, dürften ziemlich nahtlos auf die nachfolgende Modellgeneration übertragbar sein (Erdgas-Ausrüstung ab Werk, über Nachrüstungen kann hier keine Aussage getroffen werden). Damit nicht genug: Obwohl Unfälle mit Brandentwicklung sehr selten vorkommen, haben wir den CNG-Zafira zusätzlich in Brand gesetzt. Die Ergebnisse waren unspektakulär - gerade deshalb sollten Sie hier weiterlesen.

Der Zafira CNG erreicht im Frontalaufpralltest insgesamt 9 von 16 möglichen Punkten. Somit ist das Ergebnis des Erdgasfahrzeuges mit dem des Standardmodells (Benziner/Diesel) mit 10 Punkten durchaus vergleichbar. Allerdings steigen die Insassenbelastungen durch die höhere Masse ("Gewicht") der Erdgasausstattung und der damit verbundenen größeren Deformation der Fahrgastzelle leicht an. Insbesondere im Aufprallbereich der Knie für Fahrer und Beifahrer zeigen sich etwas höhere Belastungen. Beim Seitencrash sind die Ergebnisse mit der Standardversion identisch - es wird in beiden Fällen die höchstmögliche Punktzahl erreicht.

Die in einem Metallkäfig untergebrachten Gasflaschen verbleiben sowohl im Front -wie auch im Seitencrash trotz der Karosserie- Verformungen in der ursprünglichen Position. Sie sind somit optimal vor Beschädigungen geschützt. Undichtigkeiten an der gesamten Gasanlage treten nicht auf, auch dank der automatisch schließenden Sicherheitsventile an den Flaschen. So kann im schlimmsten Fall allenfalls etwas "Restgas" aus dem Leitungssystem austreten.


  • Bewertung Insassenschutz


  • Verletzungsrisiko (Fahrer-/Beifahrer)


  • Feuer gelegt

    Für diesen Versuch wurde er von uns angezündet, der Zafira CNG - natürlich mit gefüllten Gastanks. Die Löschdienste standen in Bereitschaft, hatten aber die Anweisung nicht einzugreifen, bis das Fahrzeug komplett ausgebrannt war. Und sie mussten auch bis zuletzt kein Löschrohr einsetzen: Die Explosion blieb aus, alle Sicherheitssysteme funktionierten.
     
    Konstruktionsbedingt geben diese bei extremen Belastungen oder bei großer Hitzeeinwirkung gezielt Gas ab und verhindern dadurch die Explosionsgefahr. Somit kann es zu keiner gefährlichen Druckerhöhung in den Tanks kommen. Das austretende Erdgas brennt allenfalls kontrolliert, in kleinen Mengen, ab.

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