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Das EuroNCAP-Bewertungsschema 2009/2010

Das EuroNCAP-Bewertungsschema, bei dem der Insassenschutz, die Kindersicherheit und der Fußgängerschutz separat bewertet wurden, ist im Februar 2009 modifiziert worden. Es gibt nun eine Gesamtbewertung, die zusätzlich einen Heckcrashtest und eine Bewertung der aktiven Sicherheitssysteme (z.B. ESP) beinhaltet. Außerdem wurden die Bewertungskriterien beim Seitencrash und Pfahlaufpralltest modifiziert. Dies bewirkt, dass die Fahrzeughersteller auf eine bessere Ausgewogenheit aller Sicherheitsaspekte achten müssen und Systeme im Fahrzeug einbauen, die Unfälle verhindern können. Die bisherige Wertung ist deshalb mit der neuen Gesamtbewertung nicht vergleichbar! Vergleichbar sind lediglich die Punkte für Frontalcrash, Kindersicherheit und Fußgängerschutz.


  • Überschrift

    Nach wie vor wird das Verletzungsrisiko bei den Crashtests nach einem Punktesystem beurteilt
    (0 Punkte = sehr hohes Verletzungsrisiko, 4 Punkte = sehr niedriges Verletzungsrisiko). Es wird an den jeweiligen Körperregionen durch „farbige Männchen“ dargestellt (grün = niedrige Belastung, rot = hohe Belastung).

     

    • Die Gesamtbewertung mit max. 5 Sternen berechnet sich aus 50 % Insassenschutz, 20 % Kindersicherheit, 20 % Fußgängerschutz und 10 % Aktive Sicherheit.

    • Insassenschutz = insgesamt 36 Punkte (100%)
      (beinhaltet: Frontalcrash max. 16 Punkte + Seitencrash max. 8 Punkte + Pfahlaufprall max. 8 Punkte + Heckcrash (HWS-Schutz) max. 4 Punkte)

    • Kindersicherheit = insgesamt 49 Punkte (100 %)

    • Fußgängerschutz = insgesamt 36 Punkte (100 %)

    • Aktive Sicherheit = insgesamt  7 Punkte (100 %)

    Die Einzelergebnisse dürfen dabei aber bestimmte Mindestanforderungen nicht unterschreiten, die bis zum Jahr 2012 stufenweise verschärft werden. Die nach-folgende Tabellen zeigen die Gesamtbewertung inkl. der geforderten prozentualen Mindestanforderungen. Diese müssen sowohl in der Gesamt-bewertung als auch in den Einzelkriterien erfüllt sein. Die Sternewertung gilt somit für das jeweilige Testjahr. Die erzielten Punkte und der Erfüllungsgrad sind aber vergleichbar.


  • Mindestanforderung ab 2009
    GesamtInsassenschutz_29x62.gif
    (0,5) 
    Kindersicherheit_29x60.gif
    (0,2)
    Fussgaengerschutz_29x68.gif
    (0,2)
    aktive_Sicherheit_29x62.gif
    (0,1)
    adac_urteil_sterne_1.gif20% 15%15% 0% 5% 
    adac_urteil_sterne_2.gif35% 25%25%5% 15% 
    adac_urteil_sterne_3.gif45% 30%30% 10% 25% 
    adac_urteil_sterne_4.gif55% 60%55% 15% 40% 
    adac_urteil_sterne_5.gif70% 75%70% 25% 60% 

    ()=Wichtungsfaktor

     


  • Mindestanforderung ab 2010
    GesamtInsassenschutz_29x62.gif 
    (0,5) 
    Kindersicherheit_29x60.gif
    (0,2)
    Fussgaengerschutz_29x68.gif
    (0,2)
    aktive_Sicherheit_29x62.gif
    (0,1)
    adac_urteil_sterne_1.gif25% 20%15% 5% 5% 
    adac_urteil_sterne_2.gif35% 30%25%10% 15% 
    adac_urteil_sterne_3.gif50% 35%30% 15% 25% 
    adac_urteil_sterne_4.gif60% 65%60% 25% 40% 
    adac_urteil_sterne_5.gif75% 80%75% 40% 60% 

     

    Beispiel: Ein Fahrzeug, das insgesamt sehr gute Ergebnisse liefert (Gesamterfüllung = 75%; = 5 Sterne), kann durch ein schlechtes Ergebnis beim Fußgängerschutz (z. B. 25%) nur 4 Sterne erhalten.

    EuroNCAP testet in der Regel die Modellvariante mit der niedrigsten Sicherheits-ausstattung, die in Europa die höchsten Verkaufszahlen erwarten lässt (euro-päisches Basismodell). Eine höhere Sicherheitsausstattung (z. B. Vorhangairbags oder ESP) kann das Ergebnis verbessern. Da das Testverfahren noch keine Aus-sage über die Kompatibilität von Fahrzeugen erlaubt, kann ein Vergleich der Er-gebnisse nur zwischen Fahrzeugen gleicher Größe und Klasse erfolgen. Ein 5-Sterne-Kleinfahrzeug bietet nicht den gleichen Schutz wie ein 5-Sterne-Mittel-klassefahrzeug!


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