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- ADAC Crash-Test: Fliegende Freisprech-Anlagen -

Gefahr auf Augenhöhe

Bei einem Unfall können mobile Freisprech-Anlagen zu gefährlichen Geschossen werden. Der ADAC hat dies beispielhaft bei einem Crash-Test untersucht und gibt Tipps für den Kauf.

  • Gefährliche Geschosse
    Ein simulierter Auffahrunfall mit typischer Stadtgeschwindigkeit zeigte, was passieren kann: Der Fahrer wurde von Geräten, die auf die Sonnenblende geclipst waren, am Kopf getroffen. Schwerste Verletzungen im Augen- und Stirnbereich hätten die Folge sein können. Ein anderes, auf den Innenspiegel montiertes Modell wäre beinahe abgeflogen und hätte ebenfalls für schwere Verletzungen sorgen können - insbesondere dann, wenn der Spiegel zerbrochen wäre. Auch Produkte, die an der Windschutzscheibe befestigt werden, müssen crashsicher montiert sein. Mobiltelefone, die sich hier aus der Halterung lösen, fliegen unkontrolliert im Fahrzeuginnenraum umher und können somit ebenfalls zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen.
  • Vor dem Kauf ausprobieren
    Damit Freisprechanlagen bei einem Unfall nicht zu gefährlichen Geschossen werden, empfiehlt der ADAC, das jeweilige Modell im eigenen Auto auszuprobieren. Jedes Zubehörgerät muss sich crashsicher im Fahrzeug befestigen lassen. Außerdem ist zu prüfen, ob sich das eigene Mobiltelefon mit der Freisprechanlage überhaupt koppeln lässt und beide zusammen funktionieren. Dies ist nicht immer der Fall. Und: Nicht jedes Handy bringt mit jeder Freisprechanlage eine akzeptable Verständigungsqualität. Manchmal versteht man den Anrufer nur schlecht. Außerdem können unangenehme Störgeräusche auftreten.
  • Möglichst Sprachsteuerung
    Die Bedienung der Freisprech-Anlage spielt eine wichtige Rolle. Bei Modellen, die zur Befestigung am Lenkradkranz vorgesehen sind, sollte man darauf achten, dass sie beispielsweise beim Parken nicht stören und den Blick auf den Tacho nicht behindern. Als Alternative zu mobilen Freisprechanlagen gibt es Nachrüstprodukte für den Festeinbau. Die Verständlichkeit ist dann oft besser, weil der Anrufer über die viel größeren Auto-Lautsprecher wiedergegeben wird. Außerdem wird das Radio beim Telefonieren meist automatisch stumm geschaltet. Am besten ist es, wenn die Bedienung via Sprache erfolgt.
  • Bußgeld und Punkte drohen
    Wer während der Fahrt erwischt wird, dass er das Mobiltelefon in die Hand nimmt (auch wenn nur die Uhrzeit abgelesen werden soll), dem drohen 40 Euro Strafe und ein Punkt in Flensburg. Stehen weder eine fest montierte noch eine mobile Freisprech-Anlage zur Verfügung, sollte man wenigstens auf einen Ohrhörer mit Mikrofon (so genanntes „Head-Set“) zurück greifen. Studien haben klar bewiesen, dass auch schon das bloße Telefonieren vom Verkehr ablenkt. Daher sollte man anspruchsvolle (Streit-)Gespräche am besten nur im Stand führen.

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