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- Vom ADAC aufgedeckt - weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge betroffen -

Sicherheitslücken bei
BMW Connected Drive


Der ADAC hat bei BMW-Fahrzeugen mit der Ausstattung Connected Drive Sicherheitslücken festgestellt. Dadurch können die Autos nach einmaliger Vorbereitung per Mobilfunk minutenschnell von außen geöffnet werden, ohne dass dies Spuren hinterlässt. Laut BMW sind davon weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zahlreicher Modellreihen der Konzernmarken BMW, Mini und Rolls Royce betroffen (siehe unten). Der ADAC legt Wert darauf, dass er keine vollständige Sicherheitsüberprüfung von BMW-Fahrzeugen oder gar des ganzen Unternehmens durchgeführt hat. Hierfür lag kein Auftrag vor und dies ist Aufgabe des jeweiligen Herstellers.


  • Lösung gefordert
    Der ADAC hat in seiner Eigenschaft als Verbraucherschützer den Hersteller BMW aufgefordert, diese Sicherheitslücken umgehend zu schließen und über den Fortgang der Arbeiten laufend zu informieren. Die Sicherheitslücken sollen laut BMW bis 31. Januar 2015 durch Einschalten einer Verschlüsselung der Kommunikation mit dem Fahrzeug geschlossen sein.
  • Was sollen betroffene Autobesitzer tun?

    Laut Hersteller sind keine Werkstattbesuche und auch kein Teiletausch für das Schließen der Sicherheitslücken erforderlich. Die Abhilfe erfolgt vielmehr per Mobilfunk direkt an die betroffenen Fahrzeuge. Die Fahrzeugbesitzer können nicht selbst erkennen, ob ihr Fahrzeug abgearbeitet wurde. Wer hierüber Gewissheit erlangen will, soll die BMW-Hotline-Nummer 0 89/1 25 01 60 10 anrufen. Dies wird insbesondere bei Fahrzeugen empfohlen, die in den vergangenen Monaten in Tiefgaragen oder an anderen Orten ohne Mobilfunkempfang gestanden haben oder bei denen die Starterbatterie zeitweise abgeklemmt war. Alternativ können Fahrzeugbesitzer die Aktualisierung auch selbst anstoßen, indem sie im Menü ihres Autos "Dienste aktualisieren" auswählen.

    BMW Connected Drive erlaubt den damit ausgestatteten Fahrzeugen, via Mobilfunk (und mittels fest verbauter SIM-Karte) Informationen mit dem Auto-Hersteller auszutauschen (je nach Modell u.a. Wartungsfälligkeiten, Batterie-Zustand, Stau-Daten). Außerdem können dem Fahrzeug per Smartphone-App über einen Hersteller-Server Befehle wie z. B. „Fahrertür öffnen“, „Hupe aktivieren“ etc. gesendet werden.


  • Verantwortungsbewusst gehandelt 
    Um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen und die Fahrzeuge der betroffenen Verbraucher keinem erhöhten Einbruchs- oder Diebstahlsrisiko auszusetzen, hat der ADAC mit einer Veröffentlichung gewartet, bis die Sicherheitslücke vom Hersteller geschlossen wurde. Bisher liegen dem ADAC keine Erkenntnisse vor, dass diese für Straftaten genutzt worden wären.
  • ADAC Forderungen
    Der ADAC fordert, dass Computertechnik im Auto zeitgemäß gegen Manipulation und illegale Zugriffe geschützt wird. Dieser Schutz muss nach Standards erfolgen, wie sie in anderen Branchen (z. B. IT-Industrie) längst üblich sind. Außerdem muss dieser Schutz von neutraler Stelle bestätigt werden, etwa per Common-Criteria-Zertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn.

Youtube - Sicherheitslücken bei BMW Connected Drive


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