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Werkstatt-Tipps

Der Autofahrer und seine Werkstatt - ein Thema, mit dem sich der ADAC, nicht nur im Rahmen von Tests, ständig befasst. Auch unter Autofahrern sorgt es regelmäßig für Gesprächsstoff, leider allzu häufig aus unerfreulichem Anlass. Kein Wunder, dass (nur) rund 60% der ADAC-Mitglieder mit den Leistungen ihrer Werkstatt zufrieden sind, wie eine Umfrage der "Motorwelt" im vergangenen Jahr zeigte. Was können Sie tun, um nicht zur Gruppe der "Unzufriedenen" zu gehören? Ein Patentrezept gibt es zwar nicht, die folgenden Tipps können aber dazu beitragen, Fehler, Missverständnisse und Ärger zu vermeiden. Sollte trotzdem etwas schiefgelaufen sein, unterstützt Sie Ihr Club mit technischem und rechtlichem Rat. Die kompetenten Gesprächspartner erreichen Sie unter dem ADAC-Servicetelefon  0180 5 10 11 12 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz; max. 42 Cent/Min. aus Mobilfunknetzen).


  • So vermeiden Sie Unstimmigkeiten
    • Legen Sie zusammen mit dem Annahme-Meister möglichst genau fest, was an Ihrem Fahrzeug gemacht werden soll. Erteilen Sie keine Pauschalaufträge wie "TÜV-fertig machen" oder "Auto urlaubsfit machen".
    • Erteilen Sie Aufträge nur schriftlich und bestehen Sie darauf, dass Ihnen eine Kopie des Reparaturauftrags ausgehändigt wird. Spätere, unergiebige Diskussionen darüber, welcher Reparaturumfang konkret gewünscht wurde, werden so vermieden.
    • Vereinbaren Sie, dass Altteile für Sie aufbewahrt werden. Das erweist sich als hilfreich, wenn es später zur Notwendigkeit der Erneuerung unterschiedliche Auffassungen gibt.
    • Bei allen Reparaturaufträgen, insbesonders wenn diese nicht eindeutig absehbar sind ("Fahrzeug springt schlecht an, verbraucht zuviel Sprit, Motor stottert") sollten Sie schriftlich eine Höchstgrenze der Kosten festlegen.
    • Geben Sie Ihre Telefonnummer an, damit Sie erreichbar sind, wenn die Arbeiten umfangreicher werden als vereinbart. Aber denken Sie daran: Gerade am Telefon kommt es schnell zu Missverständnissen. Halten Sie deshalb auch die neuen Vereinbarungen schriftlich fest (z.B. durch kurzes Fax an Werkstatt).
    • Sehen Sie gleich nach Aushändigung die Werkstattrechnung durch. Löhne und Material müssen für alle einzelnen Arbeiten getrennt aufgeschlüsselt sein. Auf "Fachchinesisch" bei Arbeits- oder Teilepositionen stößt man leider häufiger - bitten Sie dann umgehend um Aufklärung!
    • Besteht die Werkstatt trotz sofortiger Reklamation darauf, dass Sie erst die Reparatur in voller Höhe bezahlen, bevor sie den Wagen herausgibt (wozu sie berechtigt ist), sollten Sie auf der Rechnung unbedingt vermerken, dass die Zahlung nur unter Vorbehalt erfolgt.
    • Reklamieren Sie festgestellte Reparaturmängel unverzüglich. Die Werkstatt muss dafür mindestens 12 Monate gerade stehen. Es gelten zwar 24 Monate Gewährleistung, die aber vertraglich auf 12 Monate verkürzt werden können, was dann der Regelfall sein dürfte.
    • Wenn es Ärger mit der Werkstatt gibt, müssen Sie nicht gleich zum Anwalt, Sie können den Fall erst einmal vor die "Schiedsstelle für das Kfz-Handwerk" bringen. Ist man mit deren Entscheidung nicht einverstanden, bleibt immer noch der Weg zum Gericht. Diese den Kfz-Innungen angegliederten Schiedsstellen, in denen auch Vertreter des ADAC sitzen, arbeiten kostenlos und unbürokratisch. Voraussetzung: Die betroffene Werkstatt muss Mitglied der Kfz-Innung sein - das entsprechende Schild hängt meistens gut sichtbar am Eingang. Und: die Beschwerde muss unverzüglich nach bekannt werden des Streitpunktes eingereicht werden! Die Anschrift der örtlich zuständigen Schiedsstelle sowie, falls notwendig, eine ergänzende Beratung erhalten Sie von Ihrem ADAC unter dem ADAC-Info-Service 0800 5 10 11 12 (Mo – Sa 08:00 – 20.00 Uhr).

Kontakt

Noch Fragen zu diesem Thema?

Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


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