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Die Frühjahrskur fürs Auto

Auch wenn Ansprüche an Wartung und Pflege moderner Autos immer geringer geworden sind: Zweimal pro Jahr, am besten im Herbst und Frühjahr, sollte man sich seinem Gefährt schon etwas intensiver widmen.
  • Der Lack

    Streusalz und hartnäckige Schmutzablagerungen müssen vor der Einfahrt in die Waschanlage mit einer gründlichen Vorwäsche, beispielsweise mit Dampfstrahler und Waschbürste, beseitigt werden. ADAC-Tests haben bewiesen, dass diese Schmutzpartikel in der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirken können. Es folgt die  Lack-Kontrolle: Streusplitt, mit hoher Geschwindigkeit gegen das Fahrzeug geschleudert, kann den Decklack schädigen und bis aufs Blech durchschlagen. Zudem existieren aus dem vergangenen Herbst unter Umständen noch aggressive Verunreinigungen durch Insekten, Vogelkot, Baumharze. All diese unschönen Dinge haben eines gemeinsam: Sie sind oft nur schwer erkennbar, und sie können zu deutlichen Folgeschäden führen. Machen Sie also eine penible Sichtkontrolle, fühlen Sie mit der flachen Hand nach punktuellen Unebenheiten in der Oberfläche.

    Kleine Schäden kann man mit feinem Pinsel, Grundierung und Lackstift selbst beheben. Rostbefall sollte vorher gründlich entfernt werden- eine Arbeit für den Fachbetrieb (bei Metallic-Lacken ohnehin die bessere Lösung) oder allenfalls den erfahrenen Heimwerker. Danach bietet per Hand aufgetragenes Hartwachs einen guten Oberflächenschutz.


  • Verglasung und Scheibenwischer

    Auch in Nichtraucherfahrzeugen lagert sich an der Innenseite der Scheiben permanent ein Schmutzfilm an - besonders intensiv an der Windschutzscheibe. Mit Haushalts-Glasreiniger und Küchenpapier kommt rasch der "Aha"-Effekt: So klar sahen wir das Verkehrsgeschehen schon lange nicht mehr! Die gleiche Maßnahme gilt natürlich auch für die äußere Verglasung. Schmierende Wischerblätter sind zudem ein Hinweis, dass es für einen Wechsel allerhöchste Zeit ist. Wenn man ohnehin sieht, dass die Gummilippen kariös sind: weg damit!


  • Innenraum und Kofferraum

    Alle losen Bodenbeläge herausnehmen, es folgt der Staubsauger-Einsatz. Feuchtigkeit im Bodenteppich kann man mit übergangsweise eingelegtem Zeitungspapier aufnehmen - ist Nässe ein Dauerzustand, dann sollte man sich um die Ursachenforschung kümmern bzw. damit seine Werkstatt beauftragen.
  • Abspecken

    Bei der Gelegenheit räumen wir alles raus, was sich in den letzten Monaten so angesammelt hat, aber nicht permanent an Bord sein muss. Beim Transport in den Keller stellt man fest, dass hier doch einiges an Gewicht zusammen kommt - das alles muss der Motor mit beschleunigen, das kostet also Energie und damit auch Kraftstoff. Auch Gepäck -und Skiträ-ger genehmigen sich übrigens durch den erhöhten Luftwiderstand einen Sprit-Zuschlag - also ab in die Garage, wenn sie nicht gebraucht werden. 


  • Motorraum

    Nach Öffnen der Haube bietet sich dem Auge meist ein unschöner Anblick aus Straßenschmutz, Salzkrusten und Ölbelag. Oberflächen-Korrosion an unlackierten Bauteilen (Motorblock, Zylinderkopf) mag als Schönheitsfehler durchgehen - bei dauerhafter Einwirkung auf elektrische Steckverbindungen kann das aber auch zu Betriebsstörungen führen. Tipp, sofern Sie selbst mit dem Dampfstrahler arbeiten: Halten Sie die Lanze nicht direkt auf elektrische/elektronische Baukomponenten (Zündung, Relais-Steckplätze).


  • Radwechsel

    Vor dem Wechsel in Eigenregie informiert man sich am besten anhand der Bedienungsanleitung, was zu beachten ist. Allgemein: Es geht nicht ohne ein ebenes Gelände und einen festen Standplatz für den Wagenheber. Nachdem Sie die Winterräder ohnehin in der Hand haben: Wie sieht es mit der Profiltiefe aus? Unter 4 mm (oder einer nach jenseits 6-7 Jahren verhärteten Gummimischung) ist die Winter-Eignung kaum mehr gegeben - also eine Neuanschaffung einplanen. Sind sie weiterhin brauchbar, dann reinigen - Leichtmetallräder am besten mit einem speziellen Felgenreiniger - und mit Kreide die Radpositionen markieren. Der Lagerort sollte kühl, trocken und dunkel sein. Auf Felgen montiert können sie sowohl stehend als auch liegend aufbewahrt werden. Und nicht vergessen: Umgehend den Luftdruck der neu montierten Räder prüfen (die Füllwerte stehen meist in der Tankklappe, in jedem Fall aber in der Fahrzeug-Bedienungsanleitung.

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