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- Kleiner Anhänger schwer beladen -

Es geht rund

Die kleinen Baumarkt-Anhänger sind praktisch und einfach zu handhaben. Aber sind sie auch anspruchslos für den Fahrer? Der ADAC hat in einem Test überprüft, was passiert, wenn man es mit der Beladung nicht so eng nimmt. Was passiert dann beim Bremsen? Oder beim Ausweichen? Ganz so harmlos wie man denkt, geht es nicht ab.

Große und schwere Anhänger verlangen Umsicht und Fahrkönnen, das ist jedem klar. Die kleinen Hänger vom Baumarkt erscheinen da weit weniger anspruchsvoll. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 kg wirken sie nur wie kleine „Anhängsel“ am PKW und können von heute üblichen Autos problemlos gezogen werden. Hinzu kommt, dass man für die „Kleinen“ auch keinen separaten Anhängerführerschein (Klasse BE) benötigt.


Also alles ganz locker nehmen? Lieber nicht! Der ADAC hat einen Test mit einem Gespann aus Opel Astra und 750-kg-Anhänger durchgeführt und dabei untersucht, wie sich das Fahrverhalten je nach Beladung ändert. Die Ergebnisse zeigen: verantwortungsvolle Beladung ist für die Sicherheit unbedingt notwendig.


  • So haben wir getestet
    Es wurden Bremstests aus 80 km/h durchgeführt und der ADAC Ausweichtest durchfahren. Dies jeweils mit leerem, mit vollem und korrekt beladenem sowie mit leicht überladenem Anhänger samt ungleichmäßiger Gewichtsverteilung.
  • Leerer Anhänger ohne Probleme
    Bei unbeladenem Hänger absolviert das Gespann die Fahrtests ohne Probleme: bei der Vollbremsung steht das Auto nach 26,5 m und der Ausweichtest kann einwandfrei durchfahren werden.
  • Volle Beladung korrekt verteilt
    Ist man mit voll beladenem Anhänger unterwegs, verlängert sich der Anhalteweg bei der Notbremsung aus 80 km/h auf immerhin 33,8 m. Beim Ausweichen schert der Anhänger durch die Lastwechselreaktion schon aus, jedoch bleibt das Zugfahrzeug stabil und kann den Hänger abfangen. Hier kann das ESP des Autos gut regeln und unterstützen, weil die Gewichtsverteilung auch beim Auto korrekt ist.
  • Übergewicht falsch verteilt mit schlimmen Folgen
    Aber schon mit 30 kg Überladung (nur 5 Prozent) verschlechtert sich das Fahrverhalten deutlich, wobei das noch größere Problem die ungünstige Gewichtsverteilung auf dem Hänger ist – diese führt zu einer negativen Stützlast. Das entlastet die Hinterachse des Zugfahrzeugs, wodurch die Achslastverteilung nicht mehr stimmt und auch ESP nicht mehr so gut wirken kann. Die dramatische Folge beim Ausweichtest: Der Anhänger stellt sich beim Lastwechsel quer, touchiert sogar die Heckschürze des Astra. Dessen ESP kann nicht mehr ausreichend wirken und das Auto beginnt sich zu drehen. Bei der Vollbremsung aus 80 km/h ergeben sich ebenfalls deutliche Nachteile, der Anhalteweg verlängert sich auf 35,7 m.

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