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Hitze verstärkt Unfallgefahr


Seit Tagen freuen wir uns über den Sommer. Doch die heiße Jahreszeit bringt nicht nur Positives mit sich: Mit den höheren Temperaturen steigt auch das Unfallrisiko auf den Straßen.


  • ADAC Unfallforschung
    Schwere Unfälle passieren dann häufiger, weil die Vorfahrt missachtet wird, der Gegenverkehr übersehen oder weil Autofahrer mit vorausfahrenden Fahrzeugen zusammenstoßen. Das hat die ADAC Unfallforschung in einer aktuellen Untersuchung von rund 12.000 Unfällen seit 2005 ermittelt. Jeder siebte schwere Unfall ereignet sich an Tagen mit Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius. Gerade bei Verkehrssituationen, die hohe Konzentration erfordern, kracht es dann häufiger. Während der Anteil konzentrationsrelevanter Unfälle an kühleren Tagen (Temperaturen von unter 15 Grad Celsius) bei 47 Prozent liegt, steigt er an sehr warmen Tagen auf 63 Prozent an.
  • ADAC Empfehlung
    Der ADAC rät, der nachlassenden Konzentration bei Hitze vorzubeugen: Wichtig ist es, viel zu trinken, am besten bis zu drei Liter am Tag. Geeignet sind Wasser, Saftschorle oder Tee. Warnzeichen von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme sind Kopfschmerzen und Schwindel, die umgehend zu einer verlängerten Trinkpause führen sollten. Auf schwere Kost und Kaffee in größeren Mengen sollte verzichtet werden. Regelmäßige Pausen im Schatten und leichte Gymnastikübungen sind hilfreich, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
  • Weitere Gefahren durch Hitze

    An heißen Tagen können schon 15 Minuten ausreichen, um in einem in der Sonne geparkten Auto einen Kreislaufkollaps zu erleiden. Das heißt, dass Kinder, hilfsbedürftige Senioren und Tiere derzeit auf keinen Fall - auch nicht während des "kurzen Sprungs" in Bank oder Supermarkt - alleine im Auto zurückbleiben dürfen. Sind Personen oder Tiere durch die Hitze gefährdet, kann die Polizei das Fahrzeug auch gewaltsam öffnen lassen. Wird ein Mensch verletzt, droht sogar Strafverfolgung wegen fahrlässiger Körperverletzung. 


    Bei der Einstellung der Klimaanlage sollte der Unterschied zur Außentemperatur maximal sechs Grad betragen. Sonst drohen Erkältungen und Kreislaufbeschwerden. Generell liegt die sogenannte Wohlfühltemperatur zwischen 20 und 25 Grad. Die Gebläseluft sollte außerdem nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, da es sonst zu muskulären Verspannungen kommen kann. 


    Ein Tipp zum Parken: An heißen Sommertagen können sich die Oberflächen im Innenraum des Autos auf weit über 60 Grad erhitzen. Armaturenbrett, Lenkrad und Schaltknauf können so heiß werden, dass man sich sogar Hautverbrennungen zuziehen kann. Findet man keinen schattigen Parkplatz, sollte man diese Teile im Fahrzeuginneren abdecken oder Abdeckungen auf der Windschutzscheibe anbringen.


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