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Herstellereigene eCall Notrufdienste


Die Idee des automatischen Fahrzeugnotrufs stammt aus der Fahr-zeugtelematik. Bereits Ende der 90er Jahre boten einige Fahrzeug-hersteller eigene fahrzeugseitige Notrufdienste meist im Paket mit anderen telematischen Diensten wie Navigation, Pannenruf und Informationsdienste an. Diese herstellereigenen Notrufdienste sind vom Prinzip her privatwirtschaftlich betriebene Vermittlungsdienste zwischen den Fahrzeuginsassen und den öffentlichen Rettungsleitstellen. Bei herstellereigenen eCall-Diensten wird der Notruf in der Regel zunächst an eine vom Fahrzeughersteller beauftragte private Notrufzentrale übermittelt, die den Anruf entgegennimmt und im Kontakt mit den Fahrzeuginsassen in Erfahrung bringt, ob eine tatsächliche Notsituation vorliegt und dann ggf. umgehend die örtlich zuständige Rettungsleit-stelle kontaktiert.
In Deutschland werden herstellereigene Notrufdienste unter anderem von folgenden Herstellern angeboten: BMW, Citroen, Daimler, Ford, Peugeot, Volvo. Zusätzlich gibt es Nachrüstlösungen mit Notruffunktion von Drittanbietern, zum Beispiel KFZ-Versicherungen und Anbietern von Sicherheitsprodukten.

Kompatibilität mit dem 112 eCall

Privatwirtschaftliche Notrufdienste sind mit dem europäischen eCall, der auf der Notrufnummer 112 basiert, nicht kompatibel, hinsichtlich der Funktionsweise jedoch meist vergleichbar. Bei privaten Diensten ist eine europaweite Abdeckung nicht immer sicher gestellt. 
Der ADAC setzt sich dafür ein, dass Autofahrer die einen hersteller-eigenen Notrufdienst in ihrem Fahrzeug haben, künftig frei wählen können zwischen Hersteller-Notruf, Notruf von Drittanbietern (z.B. Versicherungen) oder dem standardisierten europaweitem 112 eCall.


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