Sicher durch den Winter


Autofahren bei winterlichen Straßenverhältnissen setzt ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit voraus und stellt ganz besondere Ansprüche an Mensch und Fahrzeug. Widrige Witterungsverhältnisse können die Sicht einschränken, glatte Straßen erfordern eine konzentrierte vorausschauende Fahrweise und auch das Auto sollte auf den Einsatz in der Kälte vorbereitet werden.


Jetzt müssen die Winterreifen drauf

Winterreifen haben auf Schnee den kürzesten Bremsweg. Sommerreifen benötigen bei winterlichen Straßenverhältnissen einen deutlich längeren Bremsweg als Winterpneus. Wertvolle Meter, die unter Umständen über Leben und Tod entscheiden können. Auch herkömmliche Ganzjahresreifen benötigen hier im Durchschnitt etwa eine Fahrzeuglänge mehr zum Anhalten als ein guter Winterreifen. Steigen Sie frühzeitig auf Winterreifen um, so vermeiden Sie auch lange Wartezeiten bei den Händlern und Werkstätten.

60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg erwartet denjenigen, der bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen erwischt wird. Behindert er dabei überdies den Verkehr, drohen 80 Euro und ein Punkt. Bei einem Unfall aufgrund falscher Bereifung kann dies bei grober Fahrlässigkeit zu einer erheblichen Leistungskürzung durch die Kaskoversicherung führen. Außerdem droht dem Autofahrer bei der Regulierung eines Schadens mit der Haftpflichtversicherung der Gegenseite eine Mithaftung. Ganzjahresreifen gelten vor dem Gesetz als Winterreifen.

In Deutschland fordert der Gesetzgeber bei der Bereifung eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Der ADAC empfiehlt aus Sicherheitsgründen, Winterreifen bereits ab einer Profiltiefe von vier Millimetern auszutauschen. Älter als zehn Jahre sollte kein Winterreifen sein. Wer neue Winterreifen benötigt, kann sich im aktuellen ADAC Winterreifentest 2015 über viele Modelle informieren.


Wichtige Tipps für das Fahrzeug und den Fahrer für die kalte Jahreszeit

Auto:

  • Den Frostschutz der Kühleranlage überprüfen lassen. 
  • Frostschutz der Scheibenwaschanlage überprüfen.
  • Tür- und Heckklappengummis mit einem Fettstift oder Talkum behandeln.
  • Alle Leuchtmittel überprüfen und notfalls in einer Werkstatt korrekt einstellen lassen.
  • Scheiben innen und außen von Schmutz befreien. 
  • Die Batterie prüfen lassen und gegebenenfalls austauschen.
  • Profiltiefe der Winterreifen prüfen. 
  • Zubehör im Auto: Scheibenkratzer, Handschuhe, Handfeger. Zubehör außerhalb des Fahrzeugs: Türschlossenteiser.
  • Türschlösser vor der Kälteperiode mit einem Pflegemittel mit Frostschutz einsprühen. 

Fahrer:

  • Vor dem Losfahren das Auto vollständig von Schnee und Eis befreien.
  • Die Heizung und – falls vorhanden – auch die Klimaanlage vor der Fahrt einschalten. Den Motor nicht im Stand warmlaufen lassen.
  • Bei Glätte behutsam mit dem Gaspedal umgehen, ruckartige Lenkbewegungen möglichst vermeiden.
  • Kommt das Fahrzeug ins Schleudern, auskuppeln und behutsam gegenlenken. Reagiert der Wagen nicht mehr aufs Lenken, hilft nur noch eine Vollbremsung.
Weitere umfangreiche Informationen finden Sie in der Broschüre 

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