Fußgänger und Kinder


Fußgänger sind im Straßenverkehr vielen Gefahren ausgesetzt. Besonders betroffen dabei sind Kinder. Für mehr als 700 000 Jungen und Mädchen in ganz Deutschland beginnt in diesen Tagen ein aufregender neuer Lebensabschnitt: die Schule. Besonders in den ersten Tagen, wenn viele neue Eindrücke verarbeitet werden müssen, ist die Unfallgefahr hoch. Im Rahmen des Themenschwerpunktes „2015 – ja sicher!“ rückt der ADAC im September deshalb dieses Thema in den Fokus.

Viele Unfälle entstehen, weil Erstklässler wegen ihrer geringen Körpergröße nicht über parkende Autos hinwegsehen und Gefahren aufgrund eines eingeschränkten Gesichtsfelds und mangelnden Gefahrenbewusstseins nicht erkennen können. Sie benötigen bis zu dreimal mehr Zeit als Erwachsene, um auf gefährliche Situationen im Verkehr angemessen zu reagieren. Mit der richtigen Vorbereitung der Kinder können viele Unfälle vermieden werden.

Eltern sollten den späteren Schulweg vor dem ersten Schultag möglichst häufig mit den Kindern unter Realbedingungen üben und Gefahrenstellen auf dem Weg ausführlich besprechen. Wochenenden oder Ferien sind ungeeignet, da diese Tage nicht die zu erwartende Verkehrssituation widerspiegeln. Die kürzeste Route zur Schule muss nicht zwangsweise die beste Variante sein: Idealerweise nehmen Erstklässler einen kleinen Umweg in Kauf, wenn es der Sicherheit dient.

Zur Förderung der Selbstständigkeit empfiehlt der ADAC, Erstklässler nur in Ausnahmefällen mit dem Auto zur Schule zu fahren und stattdessen eigenständig oder in Gemeinschaft mit Freunden laufen zu lassen. Mit dem Rad sollten Kinder grundsätzlich erst nach der entsprechenden Fahrradprüfung zur Schule fahren, die in der dritten oder vierten Klasse stattfindet.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Autofahrer grundsätzlich am Mittag und frühen Nachmittag im Umkreis von Schulen sowie in Wohngebieten walten lassen, wenn Abc-Schützen nach einem anstrengenden Schultag unkonzentriert unterwegs oder wegen eines Gesprächs mit Freunden abgelenkt sind. Auch hier gilt: Alle Verkehrsteilnehmer sind gefragt, damit die kleine wie große Fußgänger sicher ans Ziel und wieder nach Hause kommen.


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