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Sind nach hinten gerichtete Kindersitze (Reboarder) für Kinder sicherer?

Rückwärtsgerichtete (reboard) Kindersitze sind in erster Linie Babyschalen bis ca. 13 kg Körpergewicht / ca. 83cm Körpergröße. Bei den neuen Kindersitzen nach i-Size-Norm (UN ECE Reg. 129) ist das sogar bis 15 Monate Vorschrift. Der ADAC empfiehlt, Kinder bis zu einem Alter von mindestens zwei Jahren entgegen der Fahrtrichtung zu transportieren. 

Grundsätzlich bietet eine rückwärtsgerichtete Sicherung von Kindern vor allem bei einem Frontalcrash Vorteile, da die Belastung breitflächig über den Rücken des Kindes übertragen wird und somit keine erhöhten Halskräf-te auftreten können. Das Problem bei entsprechenden Systemen über 13 kg Körpergewicht ist aber meist ein etwas komplizierter Einbau (gilt nicht für Kindersitze mit ISOFIX-Befestigung und i-Size-Norm) und z. T. auch zu geringe Platzverhältnisse im Fahrzeug. Auf keinen Fall darf ein rückwärtsgerichtetes System auf einen Beifahrerplatz mit aktiviertem Airbag benutzt werden. Bei der Montage auf dem Rücksitz kann es dazu kommen, dass der Beifahrersitz sehr weit nach vorne geschoben werden muss. Eine ordnungsgemäße Sitzposition ist dann auf diesem Sitzplatz nicht mehr gewährleistet. Vor dem Kauf von rückwärtsgerichteten Kindersitzen für Kinder, die aus der Babyschale herausgewachsen sind, muss deshalb unbedingt ein Einbauversuch im eigenen Fahrzeug durchgeführt werden. Vom ADAC getestete Produkte für den rückwärtsgerichteten Einbau kann man filtern unter www.adac.de/Kindersitztest mit der Markierung des Feldes „Rückwärtsgerichtet (ohne Babyschale)“ bei „Weitere Suchkriterien“.


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