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Kinder als Fußgänger

Der Schulweg

 

Straßenverkehr ist Stress, besonders für Schulkinder, die alles andere im Kopf haben als Autos oder Ampeln. Deshalb müssen sich die Eltern besonders viel Zeit nehmen, ihre Kinder mit den Gefahren des täglichen Schulweges vertraut zu machen.

Diese Vorbereitung auf den Schulweg ist eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert. Hier erhalten Sie wertvolle Tipps für den Schulweg:


Hintergründe

Schulanfänger sind auf Grund ihres Entwicklungsstandes den komplexen Situationen des Straßenverkehrs nicht gewachsen und schnell überfordert:

  • Aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt ihnen vielfach der nötige Überblick und sie werden leicht übersehen

  • Wegen ihrer kurzen Beine benötigen sie mehr Schritte und brauchen somit länger zum Überqueren einer Fahrbahn

  • Kinder sind noch sehr ichbezogen: Sie denken, wenn ich das Auto sehe, dann sieht es auch mich.

  • Kinder lassen sich stark ablenken und sind spontan, wodurch Gefahren heraufbeschworen werden.

  • Kinder haben aber auch eine "lange Leitung": Für das Reagieren in einer nicht zu schwierigen Situation benötigen sie die 2,5 - 3fache Zeit eines Erwachsenen.

  • Kinder können erst in einem Alter von 10 Jahren rechts und links unterscheiden.

Kinder sehen und hören in diesem Alter auch anders:

  • Ihr Gesichtsfeld ist deutlich eingeschränkt, was insbesondere dazu führt, dass sie seitlich nahende Gefahren nicht so wie Erwachsene "aus den Augenwinkeln" erkennen können.

  • Geräusche können noch nicht sicher unterschieden werden. Und die Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch kommt, ist gänzlich unmöglich.

  • Kinder sind benachteiligt, wenn es darum geht, aus dem "Geräuschsalat" wichtige, manchmal sogar lebenswichtige Geräusche herauszufiltern.

  • Auf Grund dieser Verhaltensweisen sind Kinder für die anderen Verkehrsteilnehmer unberechenbar

 Eltern als Vorbilder:

Da Kinder auch in diesem Alter Verhalten und Einstellungen durch Nachahmung lernen, erhält die Vorbildfunktion der Eltern eine besondere Bedeutung. Sie sollten sich dessen stets bewusst sein, denn ein Kind wird nie verstehen, warum sein Vorbild sich nicht an die geforderten Spielregeln hält.


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