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Ausmotten nach der Winterpause


Viele Oldtimer verbringen den Winter gut geschützt in Garagen oder Hallen. Da der Start in die neue Saison langsam näher rückt, sollte vor der ersten Ausfahrt vor allem der technische Zustand überprüft werden.

Lesen Sie hier, wie Sie den Klassiker fit für die Saison machen.

  • Batterie

    Die während der Ruhepause (hoffentlich) mit einer „Erhaltungsladung“ gepflegte Batterie wieder einsetzen. Bei den Versionen mit aufschraubbaren Verschlussstopfen kann man zudem prüfen, ob destilliertes Wasser nachgefüllt werden muss. Um Kurzschlussgefahr zu vermeiden, bitte beachten: Zuerst wird die Klemme des Plus- und dann die des Minuspols angeschraubt. Wenn dann die Elektrik aktiv ist, sollte man sämtliche Funktionen überprüfen – bereits leichte Korrosionsentwicklung während der Ruhezeit an Steckverbindungen und den früher üblichen Keramik-Sicherungen kann für einen überraschenden Blackout sorgen. Auch schlechte Masseverbindungen können hier eine Rolle spielen.
  • Motorstart

    War die Technik beim „Einmotten“ gesund, wird der Motor meist nach zwei bis drei Startversuchen anspringen. Weiterorgeln bringt meist nichts, bei Katalysator-Fahrzeugen kann das sogar den Kat schädigen. Hier ist Fehlersuche erforderlich, die unter Umständen erst nach einer Schleppaktion in eine Werkstatt erfolgreich ist. Häufigste Ursachen: Mürbe gewordene Kraftstoffschläuche (die ziehen dann lieber Luft als den Sprit aus dem Tank) sowie verschlissene Unterbrecherkontakte bzw. Zündkerzen.
  • Motoröl und Kühlwasser

    Überprüfen Sie den Stand des Motoröls und des Kühlwassers. Bei der Gelegenheit kann ein Blick unters Auto nicht schaden: Haben Lecks am Garagenboden Spuren hinterlassen? Wenn ja, dann sollte man das umgehend näher inspizieren. Den Ursachen der Undichtigkeiten sollte man rasch auf den Grund gehen und diese umgehend beseitigen. Klar, dass man auch den Luftdruck der Reifen inspiziert – häufig fehlen doch ein paar Zehntel bar.
  • Haupt- und Abgasuntersuchung

    Ein Blick auf die Kennzeichenschilder: Wann sind wieder Haupt- und Abgasuntersuchung fällig? Sofern während der Ruhepause abgelaufen: Umgehend nachholen! Bei Zulassung mit Saison-Kennzeichen darf man natürlich erst dann starten, wenn es die auf dem Nummernschild aufgeprägten Monatsangaben zulassen.
  • Reinigung Innen und Außen

    Neben einer Autowäsche ist die gründliche Säuberung der Verglasung und der Rückspiegel kein Luxus – die ersten Meter in der Frühlingssonne sollen ja nicht zum Blindflug werden. Auch die Scheibenwischerblätter inspizieren - die altern gerne, auch wenn sie nichts zu tun hatten. Sämtliche Bodenbeläge aus Innen– und Kofferraum sollte man, sofern nicht fest verklebt, herausnehmen. Auch wenn der Oldie „Nässe“ im klassischen Sinn nicht ausgesetzt war – nicht immer steht als Winterlager ein optimal durchlüfteter Raum zur Verfügung. Feuchtigkeit, bis hin zur Schimmelbildung, kann sich in verborgenen Bereichen also durchaus angesammelt haben.
  • Bremsen

    Achtung: bei der ersten Bremsung kann der Anhalteweg länger sein. Der Flugrost auf Bremsscheiben und in -trommeln muss sich erst abschleifen.
  • Karosserie

    Wer rastet, der rostet: Das Sprichwort zeigt gerade hier seinen tieferen Sinn. Nachdem nicht jeder die Möglichkeit hat, sein Fahrzeug unter Einhaltung optimaler Temperatur und Luftfeuchte einzulagern, macht eine Inspektion der gesamten Karosserie durchaus Sinn.

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