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Feuer an Bord

Die „Motorwelt“ demonstrierte 1982 die Wirkung von Feuerlöschern, die jahrelang im Auto gelegen hatten. Nach einem kurzen „Puff“ war meistens Schluss!
Fahrzeugbrände sind im Zusammenhang mit technischen Defekten oder als Unfallfolge zum Glück eine Seltenheit. Es schadet aber nicht, wenn man sich gerade als Oldtimer-Besitzer etwas näher mit dem Thema beschäftigt.

  • Wo brennts?

    Flammen am Auto: in Airbrush-Technik ein interessantes Gestaltungselement, in der Realität eher schockierend. Die Fallzahlen pro Jahr sind zum Glück gering. Überwiegend waren Defekte in der Fahrzeugelektrik die Ursache, auch Unfallfolgen spielen hier mit und auch das: Brandstiftung und Vandalismus.

    Während Oldtimer als Unfallursache selten eine Rolle spielen, ist ein leicht erhöhtes technisches Brandrisiko wohl nicht auszuschließen (offizielle Zahlen dazu existieren nicht). Immerhin sind die mit dem Kraftstoff in Verbindung stehenden Bauteile meist so alt wie das Auto selbst, ähnliches gilt für die elektrische Verkabelung. Auch der eine oder andere Montage-Fehler wie ein nicht scheuersicher verlegtes Kabel oder eine nicht fest genug angezogene Schlauchschelle mag hier mitspielen. Folge: Im besseren Fall bleibt das Auto einfach stehen, im schlechteren kann es auch mal brandheiß werden.

    Was für Oldtimer-Besitzer prekär sein kann: ein gleichwertiger Ersatz bleibt meist ein Traum, und den ideellen Wert kann man ohnehin nicht als Schadenersatz erwarten. Gut für den, der ein Löschmittel greifbar hat, das zumindest im Entstehungsstadium des Brandes das Schlimmste verhindern kann.
  • Löschmittel

    Im Prinzip geht es darum, dem Brand den Luftsauerstoff zu entziehen. Mittels darüber geworfener Decke kann das gut gehen, je nach Lage und Größe des Brandherds aber auch nicht. Womit man zwangsläufig beim Feuerlöscher landet. Den gibt es in unterschiedlichen Größen, befüllt mit Pulver oder Schaum, sofern es um die Anwendung im Kraftfahrzeug (Brandklassen A und B) geht.

    Die bekannteste Variante ist der Pulverlöscher. Sein Löschmittel dringt auch in verwinkelte Brandherde zuverlässig ein. Nachteil: es ist stark korrosiv. Bereits kleinste Schwächen am Rostschutz führen zum Erblühen der roten Pest. Auch Kabelsteckern tut das nicht unbedingt gut und es kann Stunden dauern, bis die Pulverreste aus allen Winkeln herausgesaugt sind. Immerhin lässt sich ein Auto, sofern es nicht voll im Feuer steht, so meist noch retten.

    Löschschaum ist das, was die Flughafenfeuerwehr verspritzt. Er eignet sich bestens zur Abdeckung und Ablöschung von Flüssigkeiten, z.B. ausgelaufenem Sprit. Eine Anwendung am Auto ist somit ebenfalls möglich. Mit Glutnestern hinter Verkleidungen oder in der Innenausstattung tut er sich aber schwer. Vorteilhaft wiederum ist, dass die Nebenwirkungen des Pulvers hierbei nicht auftreten.
  • Feuerlöscher im Auto
    Wofür auch immer man sich entscheidet: mindestens 1 kg Löschmittel sollten es schon sein. Für diese Größe muss natürlich ein geeigneter Platz im Auto gefunden werden.

    Lässt sich der Feuerlöscher solide verankern? Immerhin soll er ja bei einer Gewaltbremsung nicht mit dem Mehrfachen seines Eigengewichts durch den Innenraum fliegen. ADAC-Crashtests haben schon des Öfteren bewiesen, welche Insassenverletzungen selbst leichtere Einbau– und Zubehörteile anrichten können. Auch die Unterbringung bspw. im Beifahrerfußraum ist nicht ideal: bei starker Abbremsung oder Unfall besteht hier ein hohes Risiko für Bein und Kniescheibe.

    Kleinere Löscher fürs Handschuhfach (500 ml) haben diese Risiken nicht, erfüllen allerdings nur dann ihren Zweck, wenn sie bei einem Vergaser- oder Kabelbrand unmittelbar zum Einsatz  kommen. So etwas bietet z.B. die Fa. Bioversal mit ihrem Schaumlösch-Spray an. Entsprechend seiner Zusammensetzung kann es auch zur Beseitigung von Öl- Verunreinigungen eingesetzt werden.
    Zu groß für´s Auto, aber mit bester Wirkung: Wer in seiner Garage mit Schweißausrüstung oder ähnlich brandgefährlichen Geräten hantiert, sollte sich einen CO2-Löscher anschaffen.

    Der Feuerlöscher im Internet (häufig mit vielen Tipps zu Technik, Einsatz und Brandverhütung. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
    www.minimax.de
    www.gloria.de
    www.total-feuerschutz.de
    www.firekiller.at
    www.bavaria-brandschutz.de

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