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Jugendliche restaurieren Röhrls Capri


Die Bremen Classic Motorshow gab wieder den Auftakt zur Oldtimersaison in Deutschland. Am ersten Februarwochenende präsentierte sich dort das Auto, das Walter Röhrl zum Durchbruch in seiner Rallye-Karriere verholfen hat. Der Ford Capri RS 2600 aus der Tuningschmiede Kleint wird derzeit in den Hamburger Autonomen Jugendwerkstätten (ajw) restauriert. 

Bei der Olympia-Rallye 1972 lag der noch unbekannte Walter Röhrl in Führung, als kurz vor dem Ziel der Motor platzte. Ein Jahr später war Röhrl Profifahrer bei Opel. Der jetzt ausgestellte Capri wurde verkauft und verschwand aus der Öffentlichkeit. 40 Jahre später stießen Jochi Kleint und der Rallye-Experte Klaus Frieg auf dieses Auto. Sie wollten den Wagen in seinen Originalzustand zurückversetzen, die ajw hatten schon Erfahrungen auf diesem Gebiet. Die Organisation bildet jährlich acht bis zehn Jugendliche zum Kfz-Mechatroniker aus, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance hätten. 

In das Capri-Projekt kniet sich ein Prominenter tief hinein: Christian Geistdörfer, Röhrls jahrelanger Beifahrer. „Ich wollte die Chance nutzen, Walters erstes Spielzeug wiederzubeleben“, schmunzelt er auf dem ADAC-Stand in Bremen. Mit seinen Kontakten ergatterte er einen getunten Motor von der Firma Eichberg bei Osnabrück. Der muss noch eingebaut werden, den Rest machen die Jugendlichen. „Ich unterstütze das ganze Paket, weil es einzigartig ist“, schwärmt Geistdörfer. Spätestens bei der Eifel Rallye im Juli wollen er und Röhrl den Capri fahren.

Text und Fotos: Frank Tiedemann


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