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EFA - Museum für deutsche Automobilgeschichte

Aus der privaten Leidenschaft wurde ein einzigartiges Museum

Wie viele Erfolgsgeschichten begann die Historie dieses Museums mit der Leidenschaft und der Vision eines Oldtimerliebhabers. In den siebziger Jahren verkaufte der Unternehmers Ernst Freiberger aus Amerang seine Firma, zu jenem Zeitpunkt der größte Speiseeisproduzent in Deutschland. Gestartet hatte diese Erfolgsgeschichte 1949 in Freibergers eigenen Bäckerei, als er das erste Eis verkaufte.
Der Erlös aus diesem Verkauf war der Grundstock für den Aufbau seiner Sammlung zur deutschen Automobilgeschichte, die Jahre später den Grundstein für das 1990 eröffnete Museum bildete.

Begegnungen mit den Traumwagen von gestern und vorgestern
Es müssen nicht immer Luxuslimousinen und Sportwagen sein. Hier im Museum bekommen die Besucher auch bei kleinen Coupés und Cabrios feuchte Augen. Rund 220 Fahrzeuge vom Benz Patent-Motorwagen über Luxusmodelle von Horch und Mercedes aus den dreißiger Jahren bis zu Goggomobil, Flügeltürer und unsterblichen Porsches werden in der Ausstellung präsentiert. 
Auf über 6000 m² Ausstellungsfläche sind 46 verschiedene Hersteller vertreten, dazu viele zeitgenössische Exponate, die einen charmanten Eindruck vom Lifestyle vergangener Zeiten liefern.
Kaum ein anderes Museum bietet einen derart umfangreichen Einblick in die deutsche Automobilgeschichte.

Vom Benz Patent Motorwagen zum Maybach SW 38
Der Rundgang beginnt mit den Pionieren der Automobilgeschichte, mit Fahrzeugen wie dem Benz Patent-Motorwagen 1886 mit 0,89 PS und dem Wartburg Motorwagen von 1898. In dieser Zeit hatten Autos noch sehr viel mehr das Aussehen von Kutschen, die sie ja damals ablösten. In den zwanziger Jahren wurden Autos größer und sportlicher. Cabrios waren Alltagsautos. Ein festes Dach galt als Statussymbol. Besonders faszinierend sind die Exponate der dreißiger Jahre. Mercedes-Benz 540 K, der Horch 830 oder der Maybach SW 38 waren damals Traumwagen und sind es auch heute noch.

Nachkriegsjahre – das kleinste Gefährt reichte aus
In den Nachkriegsjahren ging es den meisten Menschen vor allem darum, überhaupt einen fahrbaren Untersatz zu besitzen. Mini-Autos wie Isetta, Goggomobil, Messerschmitt Kabinenroller oder flotte Kleinschnittger Cabrios avancierten zu Publikumslieblingen. Doch es entstanden in den fünfziger Jahren auch wieder Traumwagen wie der Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer, der BMW 507 Roadster und andere, die im Museum ausgestellt sind. Wie sich der Geschmack der Kundschaft über die sechziger und siebziger bis in die achtziger Jahre veränderte, dokumentieren die Klassiker von Ford und Opel, die Erfolgsmodelle von Volkswagen und natürlich auch die Nobellimousinen von Mercedes-Benz und die Porsche 356 und 911. Bei seinem Rundgang begegnen den Besuchern auch der Wohnstil der Nachkriegsgeneration und eine nostalgische Tankstelle. Im Café Isabella kann dann entspannt werden, bevor die Entdeckungsreise fortsetzt wird.

500 qm Modelleisenbahne
Das EFA-Museum hat nicht nur automobile Attraktionen zu bieten. Zur Ausstellung gehört auch die weltgrößte Modell-Eisenbahn der Spur II, die jeweils stündlich gestartet wird.

Spezielles Angebot für Techniker:
Ein unvergessliches Erlebnis sind auch die Führungen für Techniker und Hobby-Bastler, bei denen der hauseigene KFZ-Meister Andy Huber einen ausführlichen Blick unter die Motorhauben ermöglicht. Hier kann der schon fast in Vergessenheit geratene Wankel-Motor genau unter die Lupe genommen werden. Anschaulich erklärt und vorgeführt werden von Andy Huber auch die verschiedensten Motorbauarten der letzten 100 Jahre. 
Die nächsten Technikführungen sind am: 05. August, 15. August, 02. September.

Ausflüge mit den Legenden der Nachkriegsjahre
Viele der kostbaren Fahrzeuge lassen sich nicht nur betrachten, sondern können auch bewegt werden. Wer hätte nicht auch Spaß daran mit einem Klassiker, wie den Mercedes Benz 170 S (Baujahr 1950), den BMW 501 aus dem Jahr 1952 oder den Porsche 356 Cabrio Ausfahrten rund um den Chiemsee, nach Salzburg oder in die bayerischen Berge zu machen?
Die nächsten Ausfahrten sind am 21. August sowie am 11. September.

EFA – Museum für deutsche Automobilgeschichte
Wasserburger Str. 38
83123 Amerang

Öffnungszeiten: täglich 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, vom 19 März bis 06. November montags geschlossen.

www.efa-automuseum.de

Weitere Informationen zu Oldtimermuseen gibt es hier: www.Oldtimermuseen.de  oder www.deutsche-museumsstraße.de

Text: Dieter Lammersdorf
Bildquellen: EFA Museum für deutsche Automobilgeschichte


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