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Yesterday’s Vehicles on Tomorrow’s Roads

FIVA Oldtimer-Studie 

 

Der Oldtimer-Weltverband

Die FIVA („Fédération Internationale des Véhicules Anciens“) wurde vor fast 50 Jahren als Weltorganisation zur Wahrung der Interessen von Oldtimerbegeisterten gegründet. Sie ist eine nicht gewinnorientierte Organisation mit Sitz in Frankreich und Mitgliedern in über 60 Ländern auf allen Kontinenten. Mitglieder der FIVA sind die nationalen Organisationen, die sich dem Erhalt des kraftfahrtechnischen Erbes in ihrem Heimatland widmen.


Diese Verbände von Oldtimerclubs repräsentieren rund 1,5 Millionen Menschen. Ihr gemeinsames Ziel ist der Erhalt der historischen Fahrzeuge, die sie so schätzen, und deren gelegentliche Nutzung für ihren eigentlichen Daseinszweck: den Spaß am Fahren! Daher lautet das FIVA-Motto: Fahrzeuge von gestern auf den Straßen von morgen.


Historische Fahrzeuge sind Teil unserer Kultur und Gesellschaft

Unser kraftfahrttechnisches Erbe ist Teil unserer Kultur. Historische Fahrzeuge sind Zeugnisse des Stils, des tech-nischen Fortschritts und der sozioökonomischen Entwicklung ihrer Zeit. Im Laufe der Jahre haben Millionen von Menschen weltweit Fahrzeuge aller Arten, Marken, Typen und Preiskategorien bewahrt.


Einige dieser Menschen wenden viel Zeit, Energie und Geld auf, um die Verkehrstauglichkeit ihrer Fahrzeuge aufrecht zu erhalten. Sie können somit quasi als Pfleger eines riesigen, allgemein zugänglichen Museums für kraftfahrttechnisches Erbe angesehen werden. Zudem wirkt sich die Oldtimerei äußerst positiv auf die Wirtschaft aus: von ihr profitieren nicht nur Tausende Betriebe, die Produkte und Dienstleistungen für Oldtimerliebhaber anbieten, sondern in erheblichem Maße auch die Tourismusbranche. Weltweit sorgen die Mitglieder der FIVA für eine Belebung und Bereicherung sowohl des gesellschaftlichen als auch des kulturellen Lebens, deren Umfang und Wert in Europa die vorliegende Studie näher untersucht.


Die FIVA in der Europäischen Union

Die Hauptziele der FIVA sind der Schutz des Rechtes von Oldtimerbesitzern auf Erhalt ihrer historischen Fahrzeuge und die Wahrung ihres Rechtes auf Nutzung ihrer Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen. Daher muss die FIVA ihre Beteiligung an der Gestaltung der entsprechenden EU-Politik und -Gesetzgebung sicherstellen.


Im Rahmen dieser Aufgabe unterstützt die FIVA die Arbeit der 2009 gegründeten Interessensgruppe für Historische Fahrzeuge des Europäischen Parlaments.


Ziel der Gruppe ist es, innerhalb des Europäischen Parlaments ein dauerhaftes Bewusstsein für die besondere Stellung der Oldtimerei zu schaffen. Die Gruppe bietet politischen Entscheidungsträgern und Akteuren wie der FIVA eine Plattform zum regelmäßigen Treffen und Informations- bzw. Gedankenaustausch. Unlängst trug die Gruppe maßgeblich zur Einigung über eine angemessene Definition historischer Fahrzeuge für die neue EU-Richtlinie über die regelmäßige technische Überwachung bei.


FIVA-Definition historischer Fahrzeuge

Die FIVA-Definition ermöglicht eine klare Unterscheidung zwischen einem historischen und einem „alten“ Fahrzeug. Sie beinhaltet folgende Kriterien: ein historisches Fahrzeug muss motorgetrieben und mindestens 30 Jahre alt sein; ferner müssen sein Erscheinungsbild und seine technische Ausstattung ausreichend authentisch sein. Zudem weist die FIVA als Befürworterin einer verantwortungsvollen Nutzung darauf hin, dass die Alltagsnutzung eines historischen Fahrzeugs als Verkehrsmittel unwahrscheinlich ist.

In der EU-Richtlinie über die regelmäßige technische Überwachung (2014) findet sich eine Definition eines historischen Fahrzeugs, die eng an die der FIVA angelehnt ist.


Oldtimer-Studie 

Die FIVA hat 2014 eine soziodemografische Studie in Europa durchgeführt. Anlässliche der Techno Classica 2015 wurden die Ergebnisse im Rahmen der Pressekonferenz präsentiert. Hier können Sie diese Ergebnisse und auch den ausführlichen Bericht downloaden.




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