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FIVA World Motorcycle Rally 2016

Ein Bericht von Pavel Simek


Die FIVA World Motorcycle Rally 2016 fand vom 22.-26. Juni in Dvůr Králové nad Labem (Tschechische Republik) statt. 133 Vertreter aus 16 Ländern nahmen auf 91 Motorrädern daran teil. Der Hauptorganisator, Veteran Car Club Dvůr Králové nad Labem (Königinhof an der Elbe), arbeitete eng mit dem Oldtimer-club Metuje (Mettau) im Verband der Oldtimerclubs der Tschechischen Republik – dem tschechischen ANF – zusammen.

Das "Basislager" der Veranstaltung – im Safari-Camp – wurde im Tierpark von Königinhof aufgeschlagen: großes Garagenzelt und Servicezelt, Parkplätze usw. Die feierliche Eröffnung der Veranstaltung fand am 22. Juni im Amphitheater des Safariparks statt, gefolgt von einem Festessen und einer Nachtsafari.

Der Eröffnung wohnte FIVA-Präsident Patrick Rollet bei. Weitere prominente Gäste waren Palmino Poli (Vorsitzender der FIVA Motorcycle Commission), Damiano Zamana (Direktor der FIM Tourism and Leisure Commission), Joan Espelt (FIVA-Steward) und Jan Täubel (Präsident des Verbands der Oldtimerclubs der Tschechischen Republik, des tschechischen ANF).

In kleinen Gruppen starteten die Teilnehmer am nächsten Morgen zur ersten Ausfahrt. In Begleitung der Marshals ging es auf die erste Etappe von 180 km. Unterwegs besuchten die Teilnehmer das Museum des Spielzeug- und Bausätzeherstellers Merkur Toys. Dann besichtigten sie bei Adršpach (Adersbach) die größte Felsenstadt Mitteleuropas. Der nächste Halt war in Pec pod Sněžkou (Petzer), wo die Teilnehmer mit der Seilbahn zum höchsten Gipfel in Tschechien, der 1603 m hohen Sněžka (Schneekoppe) hoch fuhren. Auf dem Rückweg machten die Fahrer an der Talsperre Les Království (Königreichwald) Rast. Die Talsperre, einst die größte in Europa, ist einer der schönsten aus Ziegelstein er-richteten Staudämme Europas.

Die zweite Etappe ging über eine Länge von gut 130 km. Besucht wurden die Jiráskova-Baude (Jiráskova chata) mit Aussichtsturm, die Brezinka-Kasematte, Teil der schechoslowakischen Grenzbefestigungen aus der Vorkriegszeit, das historische Stadtzentrum von Nové Město nad Metují (Neustadt an der Mettau) und das barocke Hospital Kuks (Kukus).

Die letzte, über 150 km lange Etappe führte die Teilnehmer auf den historischen Marktplatz von Dvůr Králové nad Labem (Königinhof an der Elbe). Für die Ein-fahrt erhielten die Teilnehmer eine Polizeieskorte. Auf dem Marktplatz fand eine Ausstellung tschechoslowakischer Kraftfahrzeuge aus der Vorkriegszeit statt. Dazu gab es Livemusik. Auf dem Platz wurden die Teilnehmer wieder in Gruppen eingeteilt, bevor es auf die letzte Etappe zur Festungsstadt Josefov (Josefstadt) aus dem 18. Jahrhundert ging, wo auch die Besichtigung der unterirdischen Festungsanlagen auf dem Programm stand.

Die Rallye ging am Samstagabend, dem 25. Juni, mit der Preisverleihung im Hank-Theater, einem Bau im Stil der Neurenaissance, in Dvůr Kralové nad Labem offiziell zu Ende. Das Motorcycle Committee hatte folgende Preise ausgelobt:

  • „Fahrer von morgen auf einer Maschine von gestern“ – eine Wandertrophäe für den jüngsten Fahrer auf dem ältesten Motorrad. Diese Trophäe im Geist der FIVA soll eine schöne Tradition stiften. Die von Pete Gagan, Motorradveteranenfahrer und Enthusiast, ehemaliger Präsident des AMCA, gestiftete Trophäe ging an Robert M. Ramba. 
  • „Für die verdienstvolle Leistung“ – eine Wandertrophäe für Teilnehmer, die auf ihren Maschinen zur Rallye anreisten. Diese Trophäe im Geist der FIVA soll die Tradition hochhalten. Diese Trophäe für das Team, das bei der Anreise den weitesten Weg auf dem eigenen Motorrad bewältigte, wurde vom lettischen Künstler Raimonds Kleinbergs nach einem Konzept des Mitglieds der FIVA Motorcycle Comission (MC) Juris Ramba entworfen und vom lettischen Metallhandwerker Helmuts Akis geschaffen. Die von Juris Ramba, Motorradveteranenfahrer und Enthusiast, ehemaliger Präsident des AAK Lettland gestiftete Trophäe ging an das Team aus Griechenland.
  • Der Preis für das „Interessanteste Motorrad“ ging an Richard Blackburn für seine Scott TT Werks-Maschine von 1928. • Der Preis für die „Zahlreichste Vertretung“ ging an das Team aus der Schweiz. • Der Preis für das „Älteste Motorrad“ ging an Johannes und Gabriela Götze für ihr BSA G21 Beiwagengespann von 1921.
  • Der (Trost)Preis für den „Größten Pechvogel“, der die erste Etappe im Service-Fahrzeug beenden musste, ging an René Juchli.
  • Der Preis für die „Teilnehmer mit der längsten Anreise“ ging an das Team aus Kanada.
  • Den „Fahrerin“-Preis teilten sich Mona Rohrer, Claudia Naef und Sybille Clesle. 
Die Rally fand unter der Schirmherrschaft der UNESCO, des Präsidenten des Regionalrats der Region Hradec Králové, Lubomir Franc, und des Bürgermeisters von Dvůr Králové nad Labem, Jan Jarolim, mit Unterstützung der Partner: Carla (Generalpartner), Veteran Car Club CR, Motor Journal, Region Hradec Králové, Stránský a Petržík, Johnny Servis, Strojtex, Juta, CSOB, Nikon, Hudak, Historical Vehicles Club Association, Merkur Toys, Rodos, Brandschutz und Vorbeugung, sowie mit Unterstützung der Partnerstädte Dvůr Králové nad La-bem, Pec pod Sněžkou, Adršpach, Jaroměř, Police nad Metuji, Velké Petrovice nad Metuji und Ždar nad Metuji statt.

Fotos und weitere Infos von der Veranstaltung finden Sie unter http://fivamotorally.vcc.cz/photo-video/

Text: Pavel Simek
Übersetzung: ADAC e.V.




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