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Vortrag im PS.Speicher

„Das glaubt uns kein Mensch!“


Im Rahmen der Vortragsreihe der FörderFreunde PS.SPEICHER gibt es am Freitag, den 21. Juli 2017 um 19:00 Uhr im PS.SPEICHER ein von Rainer Braun moderiertes Gespräch zusammen mit seinen Rennsportkollegen Harald Grohs und Hans Heyer unter dem Motto: „Das glaubt uns kein Mensch!“


Rainer Braun möchte sein Versprechen einlösen und einen zweiten Abend zusammen mit ‚den wildesten und trickreichsten Männern und ihren unglaublichen Geschichten‘ im PS.SPEICHER gestalten. Es handelt sich hierbei um Kuriosa aus 50 Jahren Automobilsport, die mit entsprechendem ‚Beweis-Bildmaterial‘ flankiert werden (sonst glaubt denen das wirklich niemand!). 


Diese Vortragsveranstaltung der FörderFreunde PS.SPEICHER, die zeitgleich zu den Einbecker Oldtimertagen stattfindet, wird freundlicherweise von der Susanne und Gerd Litfin Stiftung unterstützt. 


Zu den Referenten:

Rainer Braun – Reporter/Moderator/Journalist für Motorsport von 1962 bis 2007. 


Zudem war er von 1965 bis 1973 aktiver Hobby-Pilot in verschiedenen Rennserien. Seit 1998 ist er auch noch Buchautor mit bislang acht Titeln, die allesamt Bestseller sind. Darunter die dreiteilige und wohl von ihm bekannteste Buchreihe „Hallo Fahrerlager“.


Harald Grohs – Vollblut-Racer mit Spaßfaktor.


Harald Grohs zählt zu den schillerndsten Figuren der deutschen Rennsportszene. 

Er driftete wie einst Hans Stuck in seinen besten Tagen, sprang an den Buckeln des Nürburgrings am höchsten, spektakulärsten, weitesten und gelegentlich auch zu weit.


In seiner 25jährigen Rennfahrerkarriere bewegte er alles, was vier Räder hat. Touren-, GT- und Sportwagen. BMW- und Porsche-Rennautos prägten seine Laufbahn, die ihn durch 15 verschiedene Rennserien rund um die Welt führte. Er hat die haarsträubendsten Unfälle ohne nennenswerte Blessuren überstanden, allein achtmal zog man ihn aus brennenden und qualmenden Wracks. Wie viele Autos er darüber hinaus noch verbogen hat, ist nicht mehr nachvollziehbar. 


53 Mal startete der Asphalt-Cowboy bislang bei den 24 Stunden-Klassikern in Le Mans, Daytona, Spa und Nürburgring - den so sehnlichst herbeigewünschten Gesamtsieg hat er leider nie geschafft. 


Bis zum Einstieg in den Rennsport, der übrigens erst im zarten Alter von knapp 30 Jahren stattfand, verdiente Grohs sein Geld in Essen als Taxifahrer. Zuerst als Angestellter, später als selbstständiger Unternehmer mit eigener Taxi-Flotte. „Weil meine Fahrer mich ständig beschissen haben und wegen der Rennerei sowieso keine Zeit mehr war, hab’ ich die ganze Droschkenbude kurzerhand aufgelöst und die Autos verkauft.“


Hans Heyer – Keine Feier ohne Heyer. 


Dieser gängige Fahrerlagerslogan begleitete den Tausendsassa des deutschen Rennsports, wo immer er antrat. 33 Jahre lang hat er Freund und Feind mit seinem Ideenreichtum überrumpelt. Zuerst im Kart, ab 1970 im Tourenwagen, zwischendurch in GT- und Sportwagen. 


Die Trickkiste des Mannes mit dem berühmten Tiroler Hut war unergründlich, mit diebischer Freude genoss er die Ratlosigkeit der Konkurrenz. Genau 999 Rennen ist er bis zu seinem Rücktritt vom Profisport Ende 1992 gefahren, rund 500 davon hat er gewonnen. Mit Ford und Lancia holte er drei DRM- und einen Europa-Titel, dazu ließ er sich achtmal als Kart-Champion krönen und, was kaum jemand weiß, 1986 konnte er die Paris-Dakar in der LKW-Wertung gewinnen. 


Als Minus-Rekord vermerkt Heyer, dass er zwar 15 Mal in Le Mans gestartet, aber nicht einmal angekommen ist. Trotz einem halben Dutzend böser Crashs – der Horror-Überschlag im Lancia am Norisring 1980 ist wahrscheinlich der berühmteste – gab es nie ernsthafte Verletzungen. 


Für FörderFreunde ist der Eintritt an diesem Abend frei, alle anderen zahlen 6,- € an der Abendkasse. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, in geselliger Runde bei Snacks und Getränken sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.


Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf www.ps-speicher.de 


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