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Die Bullis sind da!

Neue Sonderausstellung im PS.SPEICHER eröffnet


Einbecker Erlebnisausstellung zeigt bis Jahresende "50 Jahre VW Bulli T2"

Erst vor wenigen Tagen konnte der PS.SPEICHER in Einbeck seinen 3. Geburtstag mit vielen tausenden Gästen feiern, nun ist schon die nächste Sonderausstellung vor 200 geladenen Gästen eröffnet worden: Bis Ende des Jahres zeigt die Ausstellung „50 Jahre VW Bulli T2“ anhand von 13 Fahrzeugen die Geschichte des legendären VW-Kleintransporters der Baureihe T2 – besser bekannt als „Bulli“.  

Entstanden ist die Ausstellung in Kooperation des PS.SPEICHER mit der „Interessengemeinschaft T2“ aus Hessisch-Oldendorf. 

Untermalt wurde die Eröffnung der Ausstellung mit einem spannenden Talk zwischen Alexander Prinz von der Interessengemeinschaft T2 e.V. aus Hessisch Oldendorf, PS.SPEICHER-Ausstellungsleiter Sascha Fillies, Karl Nachbar, ehemaliger Leiter der VW-Nutzfahrzeugentwicklung und Dr. Adolf Kalberlah, ehemaliger Leiter der Abteilung "Zukunftsforschung" bei Volkswagen. Auf ebenso heitere wie sehr informative Art plauderte die Runde über die Entstehung und wechselhafte Geschichte des legendären Kleintransporters T2, der eine ganze Generation prägte.
 
Tatsächlich ist kaum ein Fahrzeug ist derart mit der Marke Volkswagen verbunden, wie der legendäre VW-Transporter, der inzwischen in der 6. Gene-ration produziert wird. Nur der VW-Käfer könnte für sich in Anspruch nehmen, noch bekannter und beliebter zu sein. Besonders die Fahrzeuge der zweiten Generation - der VW T2 wird meistens liebevoll „VW-Bulli“ genannt - verfügen über eine große Fangemeinde und zahllose Liebhaber.
 
Transporter, Handwerkerauto, Einsatzfahrzeug, Krankenwagen, Familien-kutsche, Reisemobil, Hippiegefährt – das alles und noch viel mehr ist der VW T2 gewesen. Sein markantes Gesicht mit der ungeteilten Frontscheibe und den typischen runden VW-Konturen der 70er Jahre hat sich tief in die Erinnerung einer ganzen Generation eingegraben. Ab 1967 produziert, gibt es weltweit wohl keinen anderen Transporter, der 46 Jahre im Programm blieb – lief er doch ab 1968 auch in Südafrika, ab 1971 in Mexiko und ab 1975 in Brasilien vom Band. In seiner letzten Ausbaustufe T2c fand die Produktion in Südamerika dann schließlich im Jahr 2013 ihr Ende. 
Weltweit kommt der T2 so auf rund 3,9 Millionen Exemplare, die erfolgreichste Transporter Baureihe bis heute. So sind unzählige Geschichten zwischen Wirtschaftswunder und FlowerPower mit dem T2 Bulli verbunden. Und auch wenn die Preise für einen gut erhaltenen T2 inzwischen explodiert sind, ist er doch ständiger Gast auf vielen Oldtimerveranstaltungen. Denn wer einen VW T2 Bulli besitzt, zeigt ihn gerne und gibt ihn nicht wieder her.
 
Diese Leidenschaft hat auch die Interessengemeinschaft T2 e.V. (kurz: IG T2) zusammen gebracht, eine Gruppe von rund 600 Enthusiasten aus ganz Deutschland, die ihre insgesamt 35 Stücke umfassende Sammlung seit 1993 gemeinsam pflegen und erhalten. 13 Stücke aus der Sammlung wer-den nun bis zum Jahresende in der neuen Sonderausstellung im PS.SPEICHER Einbeck zu sehen sein - und zwar in der eigens für die Bullis umgebauten ehemaligen Kleinwagenhalle. Die Kleinwagenausstellung wiederum wird für die Dauer der T2 Bulli Präsentation abgebaut, soll aber ab 2018 in vergrößerter Form wieder zugänglich sein.
 
Besonderes Highlight der Ausstellung ist ein Lautsprecherwagen der Bereitschaftspolizei Hamburg, mit dem Manfred Krug schon im Tatort „Ein Wodka zuviel“ auf Verbrecherjagd ging. Auch einen der letzten je gebauten T2 aus Südamerika, einen Kombi Last Edition aus dem Jahr 2013 mit der Nummer 67 von 1200 gibt es zu sehen. Zudem wird ein T2 Elektro Transporter aus dem Jahre 1978 gezeigt, der mit dem für damalige Zeiten revolutio-nären Antrieb die Transporter-Welt umkrempeln sollte. Die Reichweite des Transporters betrug rund 60 Kilometer, bevor die rund 850 Kilogramm schwere Batterie wieder geladen werden musste.
 
Unterstützer der Ausstellung sind die Stiftung AutoMuseum Volkswagen sowie die Autostadt aus Wolfsburg, die die Ausstellung mit seltenen Exponaten aus ihren eigenen Sammlungen bereichern. Darunter auch der Ur-ahn des Bullis, der sogenannte Plattenwagen. Das zu innerbetrieblichen Transportzwecken auf einem Käfer Chassis aufgebaute Pritschenfahrzeug diente dem holländischen VW-Generalimporteur Ben Pon im Jahr 1947 als Inspiration für seine bekannte Bulli-Skizze. Die FörderFreunde PS.SPEICHER e.V. unterstützen die Sonderausstellung finanziell - der Verein trägt die Hälfte der Gesamtkosten für die mehrmonatige Präsentation, wie der Geschäftsführende Vorstand der FörderFreunde, Dr. Günter Diener, erläuterte.
 
Der Eintritt zur T2-Ausstellung ist im Paket der parallel laufenden Sonderausstellungen im PS.SPEICHER enthalten (3,50 € als Einzelbesuch bzw. 2,50 € zuzüglich regulärem Eintrittspreis für die Dauerausstellung des PS.SPEICHER). Zur Ausstellung erschienen ist eine Ausstellungsbroschüre, in der alle gezeigten Fahrzeuge ausführlich beschrieben sind. Die Bro-schüre ist im PS.Shop und an den Kassen des PS.SPEICHER zum Preis von 2,- € erhältlich. Ebenfalls erhältlich sind im PS.Shop zwei limitierte Modellautos des Volkswagen T2. Die Firma Wiking hat extra für diese Sonderausstellung einen Einbecker Bier Bulli sowie einen T2 mit seltener Zweifarblackierung im Maßstab 1:87 und einer Auflage von je 500 Stück aufgelegt. Jedes Fahrzeug befindet sich in einer eigens gestalteten PS.SPEICHER-Box. Der Verkauf im PS.Shop erfolgt, solange der Vorrat reicht. 

Weitere Informationen zur Sonderausstellung finden Sie auf www.ps-speicher.de

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