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Die Stars von 1983

Wo sind sie geblieben?


Mit der eingangs gestellten Frage wollten wir die rund 900.000 Messebesucher der diesjährigen IAA in Frankfurt/Main für das Thema Oldtimer und was ein Fahrzeug überhaupt zu einem solchen macht, sensibilisieren. Schließlich kam die Mehrheit der IAA-Besucher wegen der Autopremieren des Jahres 2013 in die Mainmetropole und hatte mit Altblech, wenn überhaupt, bisher nur wenig zu tun.


Wir danken allen Beteiligten nochmal für das Gelingen der Oldtimer-Sonderschau

Übersicht der Ausstellungsexponate  PDF 5 MB



So war es auch nicht weiter verwunderlich und von der veranstaltenden „Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge“ gewollt, dass uns vielfach die Frage „Wo stehen denn jetzt die Oldtimer?“ gestellt wurde. Auf die Antwort „Sie stehen mitten zwischen ihnen?“ folgte vielfach Ratlosigkeit, Verwunderung, Nachfrage, aber immer auch die ein oder andere, bisweilen ausdauernde Diskussion.
  • Junge Oldtimer, junge Besucher – das passt

    Insbesondere bei den jüngeren IAA-Besuchern sorgten die ausgestellten Stars von 1983 für Begeisterung und zahlreich gezückte Fotohandys. Die vielen Gespräche, die wir gerade mit dieser Zielgruppe geführt haben, konnten uns davon überzeugen, dass die Oldtimerei auch weiterhin eine vielversprechende Zukunft haben wird.

    Ebenso überwältigend wie die Freude der Besucher, das ein oder andere Fahrzeugmodell nach Jahren mal wiederzusehen, war das mediale Echo der Presse. Zahlreiche Journalisten, teilweise aus dem Ausland, stellten den Vertretern des ADAC, des VDA und des ZDK Fragen zur Ausstellungsidee, zur beabsichtigten Botschaft und speziell zu dem ein oder anderen Exponat.

    Auch Bezüge zu den aktuellen Modellen der Hersteller wurden gezogen, wobei wir feststellen konnten, dass die Originale der 80er die Sympathien vielfach für sich gewinnen konnten.


  • Kernbotschaft der Ausstellung

    Durch unsere Oldtimer-Sonderschau „Die Stars von 1983 – wo sind sie geblieben?“ auf der diesjährigen IAA wollten wir bei den Messebesuchern das Bewusstsein dafür wecken, dass zahlreiche Modelle aus den vermeintlich geburtenstarken Autojahrgängen der frühen 1980er Jahre mittlerweile fast unbemerkt aus dem öffentlichen Straßenbild verschwunden sind. Dies betrifft vornehmlich Autos im Alter zwischen 15 und 30 Jahren.

    Erreicht ein Auto aber erstmal das Alter von 30 Jahren, ist bereits eine wesentliche Voraussetzung zur Erlangung des H-Kennzeichens gegeben, das den Wagen als Oldtimer „adelt“. Die Modelle der frühen 1980er Jahre nimmt die breite Öffentlichkeit jedoch bisher kaum als Oldtimer wahr, obwohl gerade die sogenannten Brot-und-Butter-Autos dieser Generation selten geworden sind und durchaus als automobiles Kulturgut gewertet werden können, da sie den Zeitgeist ihrer Epoche widerspiegeln.

    Eine aktuelle Untersuchung des VDA  PDF 21 kB zeigt zudem, dass die häufig zu hörende Sorge über die drohende Oldtimerschwemme, die von den Fahrzeugen der frühen 1980er Jahre ausgehen soll, unbegründet erscheint. Sind es doch vielmehr die Fahrzeuge älter als 40 Jahre, die für die jährlichen Zuwachsraten bei den H-Kennzeichen sorgen.


    Foto: Archiv Jurgasch


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