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Die Vehikelsammlung Eppelheim sucht den Meyra 200


Oft sind es die privaten Oldtimermuseen, die den besonderen Reiz unseres Hobbys widerspiegeln. So ist es auch mit Bert Grimmer Vehikelsammlung in Eppelheim. Neben Kleinwagen und Rollern befindet sich im Museum wohl eine sehr große Sammlung von Krankenfahrstühlen.

Kleinwagen der Marke Meyra
Wilhelm Meyer gründete 1936 eine Schlosserei und Werkstatt für Krankenfahrstühle. Aufgrund der Kriegsfolgen stieg der Bedarf stetig an, sodass er im Jahre 1945 bereits 20 Mitarbeiter beschäftigte. Neben der Fertigung von Krankenfahrstühlen beschäftigte sich Wilhelm Meyer auch mit der Fertigung von Kleinwagen. Der gesuchte Meyra 200 hatte eine Holzkarosse, die mit Kunstleder bespannt war. Der Einstieg war, wie bei der BMW Isetta und der Heinkelkabine, vorne, jedoch öffnete sich nur die Hälfte der Front. Gebaut wurden vom Typ 200 wohl 50 Exemplare und vom Typ 200-2 angeblich 480. Gesucht werden neben Unterlagen und Fotos auch ehemalige Besitzer, die etwas über dieses Fahrzeug erzählen können. Der Traum wäre natürlich ein Komplettfahrzeug. Informationen können direkt ans Museum oder an den Autor gesandt werden.

Kleinwagen der 50er und 60er Jahre
Ein Schwerpunkt der Vehikelsammlung liegt auf den Kleinwagen der Nachkriegszeit. Natürlich sind Fahrzeuge der deutschen Marken BMW (Isetta), Heinkel, Kleinschnittger, Llyod, Maico, Messerschmitt, NSU (Prinz) und Zündapp (Janus) vertreten. Aber auch Fahrzeuge sehr seltener Marken wie Kroboth oder Serpukhov stehen in der Ausstellung.

Kroboth Allwetterroller
Gustav Kroboth produzierte vor dem 2. Weltkrieg bereits Fahrzeuge in Sternberk im Sudentenland. 1949 gründete er schließlich ein Unternehmen in Seestall und entwickelte und produzierte Motorroller, in den Jahren 1954 bis 1955 auch Kraftfahrzeuge. Eines von etwa 50 gebauten Kroboth Allwetterautos, ein offener Zweisitzer mit Klappverdeck, ist im Museum ausgestellt.

Ein russischer Kleinstwagen für körperbehinderte Menschen
Auch viele eingefleischten Kleinwagenliebhaber kennen den in Russland gebauten SMZ S-3A nicht.  Er wurde in den Serpukhov Motor-Werken (ca. 100 km südlich von Moskau) hergestellt und von der russischen Regierung kostenlos  oder mit großem Zuschuss an Körperbehinderte abgegeben. Bemerkenswert sind die aufwändigen Bedienelemente an der Lenksäule und  die vielen weiteren Hebel, die es auch körperbehinderten Menschen ermöglichten, ein Auto zu fahren. Ausgestattet mit einem 360 ccm Zweitakt-Motor mit 10 PS betrug die Höchstgeschwindigkeit 55 km/h.

Motorroller, soweit das Auge reicht
Etwa 50 Roller sind im Museum ausgestellt. Neben den bekannten Marken wie Adler, Heinkel, NSU und Zündapp, um nur einige aufzuzählen, sind es vor allem die Exoten, die den Besuchern das Herz höher schlagen lassen. Sehr seltene Fahrzeuge wie das Bastert Einspurauto, der Faka Tourist, ein Salsbury Super-Scooter 85 aus den USA oder die Maico Maicoletta komplettieren die Sammlung.

Motor-Rollstuhl
Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung sind die ca. 40 meist motorisierten Rollstühle. Auch wenn sie in anderen Museen häufig ein Schattendasein führen, bekommt der interessierte Besucher hier die Vielfalt von Krankenfahrstühlen zu sehen. Neben einigen Fahrzeugmodellen der Marke Meyra sind  auch Fahrzeuge anderer Hersteller wie Albrecht (Berlin), Deutsche Orthopädische Werke (DOW- Berlin), Grewe-Schulte-Derne (Lünen),Hurst (Stuttgart / Mannheim), Köhler und Cie (Heidelberg) Velorex (CSSR) und andere ausgestellt. Sehenswert auch die Elektrorollstühle der englischen Firma Carters aus dem Jahre 1948 und von Voltmann Westfalia von 1968. 


Vehikelsammlung  Eppelheim
Lilienthalstraße 17
69214 Eppelheim

Öffnungszeiten:    nach Vereinbarung
www.vehikelsammlung.de
Weitere Informationen zu Oldtimermuseen gibt es hier: www.Oldtimermuseen.de; www.Oldtimer-App.com  oder www.deutsche-museumsstraße.de
Text: Dieter Lammersdorf (Dieter@Lammersdorf.eu)
Bildquellen: Vehikelsammlung  Eppelheim


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