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Auto-Ikone zu Gast bei BASF


Knapp 100 Zuschauer kamen Mitte März in das Refinish Competence Center (RCC) auf dem Werkgelände der BASF in Münster zu einer Abendveranstaltung, bei der erstmalig ein teilrestaurierter Porsche 356 B aus dem Jahr 1963 zu sehen war. Unter den Gästen waren unter anderem Oldtimer-Liebhaber, Sachverständige und Porsche-Sammler. 
Die Beifahrerseite des Porsche ist in einem matten Mintgrün lackiert, durchbrochen von etlichen Rostflecken. An der Innenseite der Tür ist Bauschaum zu sehen, mit dem Löcher provisorisch gefüllt wurden. Die Fahrertür schimmert hingegen in glänzendem Rubinrot, dem Farbton der Auslieferung. Von Rost und Bauschaum ist hier keine Spur mehr. Nicht nur die Fahrerseite, sondern auch das Heck wurde fachgerecht mit Glasurit-Produkten restauriert. Von hinten betrachtet wirkt der 356er, als habe er gerade das Werkstor passiert. 

Jürgen Book, Leiter Prozessmanagement Reparaturlacke EMEA beim Unternehmensbereich Coatings der BASF, ging in seinem Vortrag bei der Veranstaltung im RCC auf die Arbeitsschritte bei der Restaurierung ein. Die auf dem Auto vorhandenen Lackschichten geben Hinweise auf die Fahrzeughistorie. „Der Porsche wurde nach seiner Auslieferung intensiv genutzt und nicht wirklich behutsam behandelt. Die Pflege einer automobilen Kostbarkeit spielte zu der Zeit keine Rolle. Das Fahrzeug mit seiner Teilrestaurierung eignet sich deswegen ideal, um unsere Lackkompetenz im Bereich Young- und Oldtimer vorzustellen“, sagt Book. Die BASF Autoreparaturlackmarke Glasurit bietet unter dem Namen „Classic Car Colors“ mit über 100 Jahren Erfahrung Oldtimer-Freunden professionelle Unterstützung, wenn es um den Lack ihrer Lieblingsstücke geht. 

Eigentümer des Porsche 356 ist Dieter Ambrosy, der ebenfalls zu der Veranstaltung gekommen war. Er ist langjähriger Glasurit-Kunde, ein anerkannter Spezialist für die Restaurierung der Modelle und Besitzer einer umfassenden Sammlung von Porsche-Klassikern in den unterschiedlichsten Erhaltungszuständen. In enger Absprache mit den Glasurit-Experten um Jürgen Book restaurierte Ambrosy mit seiner Werkstatt-Mannschaft das Heck des 356er, wobei sie viele Bleche neu anfertigen mussten. Insgesamt 400 Stunden ohne Montage haben sie bisher in den Wiederaufbau investiert. 
Für die Lackierung wurde ein Qualitäts-Lackaufbau mit besonders guten Korrosionsschutzeigenschaften gewählt. Zum Einsatz kam unter anderem der Glasurit HS-2K-Decklack Reihe 22. Originalgetreu wie bei der Auslieferung des Porsche handelt es sich dabei um einen unifarbenen Einschicht-Decklack. Auch der Farbton Rubinrot entspricht dem Auslieferungszustand. „Bei der Bewertung von Old- und Youngtimer steht verstärkt die Originalität im Vordergrund“, erklärt Book. Je besser demnach die Lackierung dem Originallack nachempfunden ist, desto mehr trägt sie zur Werterhaltung und gegebenenfalls zur Wertsteigerung des Autos bei. „Die Wahl eines authentischen oder zeitgenössischen Farbtons wird daher immer wichtiger“, sagt Book. Der authentische Farbton ist der originalen Werklackierung nachempfunden. Zeitgenössisch sind jene Farbtöne, die zu der Zeit der Produktion des Fahrzeugs auf dem gleichen Modell, bei demselben Hersteller oder anderen Herstellern verwendet wurde. 

Vom 6. bis 10. April wird der teilrestaurierte Porsche auf der größten Oldtimer-Messe der Welt, der Techno Classica in Essen, am Glasurit-Stand in Halle 2, Stand 115 ausgestellt. Danach wird er zwölf Monate lang im Rahmen von Ausstellungen und anderen Veranstaltungen in Europa, Afrika und dem Nahen Osten zu sehen sein. Sobald die Tour beendet ist, wird weiterrestauriert, damit der Porsche 356 B zum Schluss wieder in neuem alten Glanz erstrahlt.

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