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Rückblick: Schloss Dyck Classic Days 2016

Classic Days im elften Jahr: Mehr Fläche, mehr Events, mehr Besucher


Am ersten Augustwochenende wandelte sich das idyllische Wasserschloss Dyck, seine Parks und Umgebung wieder zu einer friedlichen automobilen Gartenparty, die ihresgleichen sucht. Fast 50.000 Besucher (genau genommen waren es 49.140) erfreuten sich an mehr als 480 klassischen Autos, Rennwagen, Motorrädern und erstmalig Vespa-Rollern. Die zeigten eine Akrobatikshow auf der Rundstrecke, wo zwei Tage lang in Show- und Sonderläufen historisches Gerät sein Können zeigte.

Auf dem Dycker Feld versammelten sich rund 7.600 Enthusiasten mit ihren Fahrzeugen, fachsimpelten und feierten ein großes, markenübergreifendes Fest. An der Spitze des Dycker Feldes präsentierten sich „Stars and Stripes“ auf größerer Fläche als in den Vorjahren. Ein Salzsee aus 60 Tonnen Sand war die gelungene Bühne für Dragster und Hot Rods. Das American Diner übernahm stilgerecht das Catering in diesem Bereich.

Die eigens konstruierte Fußgängerbrücke über den Rundkurs verband die bekannten Eventwiesen mit der neuen Cherry Lane. Auf dem neuen Areal bot das Auktionshaus Coys of Kensington erstmals 80 Klassiker- und Liebhaberfahrzeuge vom Porsche-Traktor AP22 bis zum Mercedes Benz 600 Pullmann von 1967. Coys war sehr zufrieden hier neue Kunden kennenzulernen. Das lag vor allem am Konzept der offenen Auktion „für Jedermann“, die ohne teuren Katalog als Eintrittskarte besucht werden konnte. Wem die Auktion zu aufregend war, konnte sich in aller Ruhe bei Mercedes-Benz All Time Stars umschauen oder die Sonderausstellung „105 Jahre Rallye Monte Carlo“ bewundern. Die Rallye Boliden starteten artgerecht von einer Schotterpiste. Renault zeigte die originalgetreue Replik des 40 CV NM Montlhéry – Rekordwagens wohl letztmalig für lange Zeit in Europa. Nach den Classic Days geht der Wagen auf Welttournee.

Vom neuen Fahrerlager aus starteten die „Racing Legends“ der Neuzeit. 
Angefangen mit den Baujahren 1950 wie Jaguar XK 120 OTS bis zum Audi Quattro S1 aus den frühen Achtzigern, den die Audi Tradition mitgebracht hat. Auch neun originale und kultige Jägermeister Rennwagen warteten dort auf ihren Einsatz. Ebenfalls im neuen Fahrerlager fanden sich die Motorräder im hölzernen Unterstand. Direkt vis á vis in liebevoll gestalteter „Willis Garage“ die ebenso seltenen wie schnellen Brough Superior. Fünf diese raren Bikes aus den Dreißigern haben die Classic Days hier versammeln können.

Die Vorkriegsboliden vom Schlage eines BMW DA 2 IHLE parkten zusammen mit Autos der Messingära in den Schlosshöfen, während die Bentley Boys des Benjafield´s Racing Clubs auf der Classic Corner british lifestyle lebten. Die „schnellsten Lastwagen der Welt“ lieferten sich einen historischen Wettbewerb mit Mercedes-Benz Kompressor Wagen aus den 20er und 30er Jahren. Ein optisch wie akustisches Ereignis. Noch mehr bebte die Erde, als der 16,5 Liter Flugzeugmotor von Isotta Fraschini im FIAT gestartet wurde.

Prominente Rennfahrer sprangen hinter die Lenkräder der Pretiosen, oftmals ihr ehemaliges Arbeitsgerät. Walther Röhrl und Christian Geistdörfer im Audi Quattro S1, Jochen Mass in verschiedenen Mercedes Benz, John Fitzpatrick und Leopold Prinz von Bayern für das grellorange 72 Stagpower Team unter dem Signet des Hirschgeweihs. Klaus Ludwig und Roland Asch suchten zwischendurch dringend nach einem Fernseher um die Rennen ihrer Söhne bei den GT-Masters zu verfolgen. Ellen Lohr und Frank Biela fanden sich ganz in der Nähe ihrer Geburtsorte in Schloss Dyck ein. Jutta Benz steuerte den Patent Motorwagen ihres Urgroßvaters und Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck fuhr mit seinem ehemaligen Dienstwagen, dem Jägermeister March Cosworth Formel1, über die 2,8km Rundstrecke. Ralf Waldmann zeigte auf der DKW UL 500 von Audi-Tradition sein Können. Stargast Derek Bell, fünffacher Le Mans Sieger war so begeistert, dass er die Classic Days fest in seinem Terminkalender übernommen hat.

Deutlich ruhiger und entspannter ging es in den jährlich wiederkehrenden Programmpunkten zu. Bei den „Lovely Heroes“ der Wirtschaftswunderjahre reichte das Spektrum vom Messerschmidt KR 200 Kabinenroller bis zum VW T1 Pritsche von 1957. 17 Weitere Liefer- und Dienstfahrzeuge mit zeitgenössischer Reklame fanden sich unter dem Titel „Made in Germany“ in den Schlossgärten. Nebenan trafen sich die echten Dauergäste der Classic Days. Die „Nostalgic Journeys“ - Reisemobile und Caravans sind das ganze Wochenende von ihren Besitzern bewohnt. Egal ob die stolzen Besitzer mit dem niedlichen Scholz Brüderchen Anhänger oder dem mächtigen Hymermobil 520D angereist sind.

Die Autostadt Wolfsburg brachte mit mehr als 20 VW-Käfer jede Menge Erinnerungen mit. Fast jeder Besucher hat seine persönliche Erinnerung an das „Krabbeltier“. Vom ersten zivilen Käfer bis zum zuletzt gebauten reichte die Bandbreite. Auch die Filmstars Dudu und Herbie waren dabei.
Einen weiteren VW Käfer Standard (1956) sah man u.a. mit Lamborghini 350 GT (1966) auf der Autostadt-Terrasse unter der Überschrift „unrestaurierte Originale“.

Die Picknickplätze an den Alleen und der Cherry Lane waren das ganze Wochenende ausgebucht. Beim großen Kostümfest „Charme & Style“ auf der Schwarznusswiese entspannten die Gäste mit ihren Oldtimern im mitgebrachten, stilechten Ambiente. Mit dabei ein Stanley Dampfwagen von 1919. Viele beobachteten fasziniert, mit dem Sektglass oder der cup of tea in der Hand, wie der Wagen länger als eine Stunde angeheizt wurde.

Der FIVA-Kategorie A Concours d´Elegance “Jewels in the Parc” wurde mit einer besonderen Auszeichnung gekrönt. Die Classic Days wurden als einzige in Deutschland zur offiziellen Veranstaltung zum 50jährigen Jubiläum der FIVA erklärt. Weltweit erfahren nur sechs weitere Events diese Ehrung, z.B. Villa d´Este, Chantilly und Pebble Beach. Anlässlich des „World Motoring Heritage Year“ verlieh die FIVA den Preservation Award an einen Porsche 911 Coupe von 1968. Weltweit werden nur sieben besonders original erhaltene Fahrzeuge ausgezeichnet. Der Award steht unter dem Patronat der UNESCO und wurde durch Prof. Dr. Mario Theissen vergeben.

Neben dieser internationalen Auszeichnung der Classic Days haben die Leser der Motor Klassik das Festival zum Event des Jahres gekürt.
Die Veranstaltergemeinschaft aus Classic Days e.V. und der Stiftung Schloss Dyck freuen sich über eine gelungene und friedliche Großveranstaltung. 90 ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder und fast 300 freiwillige Helfer haben diesen Event organisiert und aufgebaut. Mit der Unterstützung der Gemeinde Jüchen, dem Rhein Kreis Neuss, Polizei und Feuerwehr wurde ein rundum erfolgreiches Festival gefeiert. Classic Days Schloss Dyck war wieder „the place to be“

Auf der Apfelwiese war der ADAC mit einem großen Fuhrpark von ehemaligen Straßenwachtfahrzeugen sowie dem „Historischen Betreuungswagen“ präsent und war Anlaufstelle für begeisterte Klassikfans. 

Weitere Infos und Bilder von der Veranstaltung finden Sie unter www.classic-days.de

Und den Termin für nächstes Jahr kann man sich schon jetzt vormerken: 4. bis 6. August 2017

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