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Bis zum 31. Januar 2012

Motorräder im Audi museum mobile

 

Der Legende nach war ein Motorrad der Auslöser dafür, dass August Horch ebenfalls motorisierte Fahrzeuge bauen wollte: Als Hildebrandt & Wolfmüller Ende des 19. Jahrhunderts das erste Serienmotorrad der Welt präsentierten, soll der geniale Ingenieur und Tüftler so begeistert gewesen sein, dass er wusste, was er fortan wollte.

Umgehend soll er sich bei Benz in Mannheim beworben haben, wenig später gründete er Horch & Cie. Und 1909 sein zweites Unternehmen – AUDI.


  • Motorräder sicherten der Firma das Überleben

    Audi Tradition beleuchtet jetzt mit der neuen Sonderausstellung im Audi museum mobile in Ingolstadt all die Facetten des Motorrads. 47 verschiedene Marken, 33 Leihgeber - noch bis zum 31. Januar 2012 werden auf der Wechselausstellungsfläche 61 heiße Öfen zu bestaunen sein.

    Die AUDI AG blickt auf eine ruhmreiche Zweirad-Geschichte zurück. Die Unternehmensgeschichte der Vorgängermarke Wanderer fußt auf der Produktion von Fahrrädern und später Motorrädern. NSU war 1955 größter Zweiradhersteller der Welt, DKW 1928 und 1936. Die Motorräder von DKW waren es auch, die der damaligen Auto Union, heute AUDI AG, nach der Entwurzelung durch den Zweiten Weltkrieg von Sachsen nach Bayern, das Überleben sicherten. Zu einer Legende stieg hierbei die DKW RT 125 auf – das meistkopierte Motorrad der Welt.

    Zum allerersten Mal zeigt das Audi museum mobile deshalb eine Ausstellung, die ganz dem Thema „Motorrad“ gewidmet ist. Denn in der facettenreichen Geschichte der AUDI AG spielt das Motorrad eine wesentliche Rolle. Nicht nur die Tatsache, dass August Horch, Gründer der Marken Horch und Audi, durch die Vorführung eines Motorrads zum Automobilbau gefunden hat - auch die Standortgeschichte des Werks Ingolstadt ist ohne Motorrad so nicht denkbar.

    Als Neustart nach dem Krieg diente ein Motorrad aus der Vorkriegszeit, das im Wirtschaftswunder des Wiederaufbaus zum erfolgreichsten und meistkopierten Motorrad der Welt werden sollte: die DKW RT 125. Ausgehend von diesem unscheinbaren Zweirad, das auch für Yamaha und Harley Davidson den Beginn einer erfolgreichen Motorradproduktion markierte, beleuchtet Audi Tradition mit dieser Ausstellung die Zeit in der Geschichte des Motorrads, in der das Kraftrad nach seinem Niedergang als Transportmittel Ende der 1950er Jahre, zu Beginn der 1970er Jahre eine Renaissance als Freizeitvergnügen und Sportgerät erlebte. Eine Phase in der man bei Audi zwar keine Motorräder mehr baute, in der aber nach wie vor der Geist von DKW und NSU Maschinen spürbar ist.

    Gezeigt werden alle Varianten des motorisierten Zweirads von Motocross über Enduro und Trial, aber auch Exoten und Superlative sind Bestandteil dieser einmaligen Zusammenstellung von insgesamt 61 „KraftRädern“.

    Auf die Besucher wartet eine Ausstellung voller Überraschungen und ein außerordentliches Konzept. Bis auf die vier ausgestellten Gespanne, werden sämtliche Motorräder an den Wänden hängen. Das Highlight: In der Mitte der Fläche wird der Kessel-Nachbau einer Steilwand aufragen. Mittendrin eine DKW und NSU Steilwandmaschine – die Jahrmarktsattraktionen der 1950er und 60er Jahre und auf dem Münchener Oktoberfest bis heute nicht wegzudenken (siehe auch hier).


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