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ADAC Motorwelt 09/1953

Zusammengesetzte Kurbelwellen

 

Daß es nach Baukastenmanier - also aus Einzelteilen – zusammensetzbare Kurbelwellen gibt, wissen nur wenige. Im Allgemeinen ist es ja so, daß die im Gesenk geschmiedeten Kurbelwellen aus einem Stück sind.

 

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  • Ebenso genial wie einfach

    "Daß es nach Baukastenmanier - also aus Einzelteilen – zusammensetzbare Kurbelwellen gibt, wissen nur wenige. Im Allgemeinen ist es ja so, daß die im Gesenk geschmiedeten Kurbelwellen aus einem Stück sind. Aber Vater Hirth, Dr.-Ing. aus Beruf und Leidenschaft, dessen Sohn Hellmuth als Flieger berühmt wurde und bis 45 Flugmotoren baute, hatte eine Idee. Er ließ sie sich Anfang der zwanziger Jahre patentieren. Er konnte Kurbelwellen aus Einzelteilen zusammensetzen, weil er mit seiner nach ihm benannten Hirth-Stirnverzahnung die Möglichkeit einer einwandfreien, zuverlässigen und kraftschlüssigen Verbindung von Wellen geschaffen hatte.

    Der grundlegende Gedanke ist ebenso genial wie einfach: die einzelnen Wellenteile werden mit einer konischen Stirnverzahnung versehen, deren Profil die Form eines gleichschenkligen Dreiecks hat. Diese Zähne werden durch Gewindebolzen ineinandergepreßt und zusammengeschraubt. Geradezu elegant ist aber die mit dem Differentialgewindebolzen geschaffene Lösung, der nächste Schritt zur Verfeinerung der ursprünglichen Idee. Der zwei Einzelteile starr miteinander verbindende Bolzen ist zwar mit zwei im gleichen Steigungssinn geschnittenen Gewinden versehen, aber die Steigung ist verschieden, z.B. 1,5 und 2 mm. Da der Steigungsunterschied in diesem Falle 0,5 mm beträgt (die Differenz der beiden Gewinde gab dem Bolzen seinen Namen), ziehen sich die Teile bei jeder Umdrehung des in entsprechenden Kerben eingreifenden Schlüssels um 0,5 mm zusammen. Eine Sicherung des Bolzens entfällt, da sich die Verbindung beim Lauf der Welle durch die ansteigenden Gewinde nur noch fester zieht!

    Wie entsteht nun eine zusammengesetzte Kurbelwelle, wie sie vor dem Krieg die Renn-Motorräder von NSU und die Rennwagen von Daimler-Benz und der Auto-Union besaßen und die heute u.a. in den 1,5-Liter-Porsche, Typ 1500 Super, serienmäßig eingebaut wird? Wir haben diesen Arbeitsgang mit der Kamera belauscht und in 11 Phasen festgehalten ... “


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    ADAC Motorwelt 09/1953


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