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ADAC Motorwelt 12/1984

Zwei Augenblicke Niki Lauda

 

Ob ein erwachsener Mensch für sein Gesicht verantwortlich sei, will die Gräfin Renata in Hemingways Kurzroman »Über den Fluß und in die Wälder« wissen.

Nein, erwidert der Oberst Richard Cantwell. Indes: »Sehr wohl«, lautet die entschiedene Antwort auf die gleiche Frage ein paar Jahre später in der Erzählung »Der Fall« von Albert Camus.


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  • Ungebildeter Intellektueller

    „Literarisch gesehen, steht Nikolaus Lauda, 35, vor dem 1. August 1976 Hemingway näher. Der frühe Lauda: kein Brigantentyp wie etwa Jochen Rindt, auch Österreicher, auch Rennfahrer, auch Weltmeister, der 1970 in Ausübung seiner Amtspflichten verstarb. Eher wie der junge Mann von nebenan, Studium: Juristerei oder Medizin, vielleicht sogar Theologie.

    Allerdings schon damals rotzfrech, blitzhelle - ein ungebildeter Intellektueller, der gleichwohl mit seinem Latein nie am Ende ist. Kein Mensch, den man spontan ins Herz schließt: Man höre nur, wie er mißliebigen Journalisten übers Maul fährt. Man sehe, wie er schlecht vorbereitete Fernsehmoderatoren ins Messer laufen läßt. Und man staune, wie er altgediente Hofschranzen ins Elend seiner Ungnade verstößt, daß denen die Laudatio im Halse steckenbleibt.

    Der frühe Lauda: jemand, der Schnitzer macht, obwohl sie sagen, er kalkuliere computerhaft- kalt. Fehler: Kollision mit Jody Scheckter in der Startrunde des Großen Preises von Deutschland 1974, Ausfall. Der Doppelfehler führt am 1. August 1976 zur Stippvisite in der Hölle …“


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    ADAC Motorwelt 12/1984


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