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Team Röhrl/Geistdörfer Rallye-Weltmeister

Walter Röhrl, ADAC-Spitzensportler und Monte-Gewinner (auf Fiat) stellte nach seiner siegreichen Ankunft in Monte Carlo fest: „Jetzt muss ich mir erst einmal eine Kluft kaufen.“

Sei es, weil er nach der bisherigen Pechsträhne — technische Defekte warfen den Rallye-Europameister von 1974 in letzter Zeit häufig aus dem Rennen — nicht mehr an den großen Erfolg glaubte, sei es, um das Schicksal nicht herauszufordern: Einen dunklen Anzug für die Siegesfeier beim monegassischen Fürstenpaar hatte Röhrl nicht im Gepäck.

Ein paar Monate später war es soweit: Walter Röhrl ist Weltmeister: die ADAC Motorwelt freute sich mit ihm in der Dezemberausgabe.

 

 


  • Walter Röhrl ist Weltmeister

    Zum ersten Mal in der Geschichte des Automobilsports wurde ein Deutscher Weltmeister: Der Regensburger Walter Röhrl (33) sicherte sich zusammen mit seinem Münchner Beifahrer Christian Geistdörfer (27) durch seinen Sieg bei der Rallye San Remo vorzeitig die Fahrerweltmeisterschaft.
    Nach der Vize-Europameisterschaft 1973 und der Europameisterschaft 1974 hatte dem langen Regensburger jahrelang das Pech an den Reifen geklebt. Er war schon immer ungemein schnell, aber eben ohne Fortune. Bis dann in dieser Saison der Knoten riss.

    Es ist gewiss nicht alltäglich, dass einer die weltbesten Rallyestars in Grund und Boden fährt — Walter Röhrl tat es in Serie. Vier WM-Siege in einer Saison sind beispiellos, und immer lagen mehr als fünf Minuten zwischen ihm und dem Nächstplazierten. Ob Asphalt, Schotter oder Eis — Walter Röhrl war einfach der Größte; je schwerer die Bedingungen, desto brillanter fuhr er.
    Sein kongenialer Partner, Copilot Christian Geistdörfer: „Wenn der Walter richtig unter Druck steht, wenn er hart gefordert wird — dann reicht selbst das Wort phantastisch nicht mehr aus, um seine Fahrkünste zu beschreiben. Er ist ein Phänomen.“

     

    ADAC Motorwelt 03 und 12/1980



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