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25 Jahre Beifahrer-Airbag

Kissenschlacht

 

Der „International Pillow Fight Day” (Internationaler Tag der Kissenschlacht) wird jedes Jahr am ersten Samstag im April in mehr als einhundert Städten in aller Welt gefeiert und dort zumeist als Flashmob organisiert.

Begriffe wie diese waren vor 25 Jahren in den Entwicklungsabteilungen von Mercedes-Benz noch weitgehend unbekannt, das Ziel jedoch schon damals das gleiche: die involvierten Personen durch Nutzung eines Kissens beim harten Aufeinandertreffen größtmöglich zu schonen und vor Verletzungen zu bewahren.


  • Mercedes-Benz erneut Vorreiter

    Vor 25 Jahren führt Mercedes-Benz in der S-Klasse (Baureihe 126) den Beifahrer-Airbag als weltweit erster Hersteller in den Serienautomobilbau ein. Die Technik feiert ihre Premiere im September 1987 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main. Sie hebt das Sicherheitsniveau in Mercedes-Benz Personenwagen auf ein neues Maß und ist damit ein weiterer konsequenter Schritt vom Wegbereiter der passiven Fahrzeugsicherheit in einer langen Reihe herausragender Innovationen.

    Den weltweit ersten voll funktionsfähigen Fahrer-Airbag hat Mercedes-Benz bereits 1981 in einem Serienfahrzeug vorgestellt – ebenfalls in der S-Klasse der Baureihe 126. Das zusätzliche Rückhaltesystem (Supplemental Restraint System, SRS), bestehend aus Fahrer-Airbag und Gurtstraffer, damals noch als Gurtstrammer bezeichnet, ist als Sonderausstattung für 1.525,50 DM erhältlich.

    Es ist das Ergebnis einer intensiven Arbeit der Konzernforschung, die Mitte der 1960er-Jahre begonnen hat. Wenn Sensoren eine Kollision feststellen, wird eine Treibladung gezündet, und der dabei entstehende Stickstoff bläht in wenigen Millisekunden einen Sack aus Spezialgewebe auf. Das so entstehende Kissen schützt den Menschen vor dem Aufprall auf dem Armaturenbrett. Während der Fahrer-Airbag im Lenkrad untergebracht ist, befindet sich der Beifahrer-Luftsack in seiner frühen Ausführung an der Stelle des Handschuhfachs. Spätere Fahrzeuge erhalten aufgrund verkleinerter und verfeinerter Airbagmodule auch wieder das Handschuhfach zurück.

    Technisch folgt der 1987 präsentierte Beifahrer-Airbag dem innovativen Fahrer-Schutzsystem. Er ist ab Februar 1988 als Sonderausstattung in den Limousinen und Coupés der S-Klasse erhältlich. Bald darauf bietet Mercedes-Benz den Beifahrer-Airbag auch in der Mittelklasse-Baureihe 124 auf Wunsch an. Schon ab dem Jahr 1994 ist der Beifahrer-Airbag dann Serienausstattung in allen Mercedes-Benz Personenwagen, der Fahrer-Airbag wird bereits seit 1992 serienmäßig in allen Pkw-Typen eingesetzt.

    Um die Schutzwirkung durch Luftsäcke weiter zu verbessern, entwickeln die Mercedes-Benz Ingenieure in den folgenden Jahren zusätzliche Systeme wie Sidebag und Windowbag.


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