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„Technik fürs Leben“

125 Jahre BOSCH

Das Stuttgarter Unternehmen präsentiert sich bei der Retro Classics 2011 zum Firmenjubiläum gleich in zwei Hallen.


  • Gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen

    Neben dem Auto selbst wird 2011 auch ein mit dessen Entwicklung eng verbundenes Unternehmen 125 Jahre alt: Bosch. Am Firmensitz Stuttgart darf man zu Recht stolz auf seine Vergangenheit sein, denn kaum ein Fahrzeug auf der Welt fährt heute ohne technische Entwicklungen von Bosch. Jährlich kommen etwa 3.800 neue Patente hinzu.

    Erfindergeist allein ist indes noch kein Garant für dauerhaften, weltweiten Erfolg. Eine herausragende Stärke von Bosch ist es, dass man stets die Zeichen der Zeit erkannt und die eigene gesellschaftliche Verantwortung ernst genommen hat. Im Fokus des globalen Wirtschaftens stehen 2011 daher Nachhaltigkeit und Ökologie. Auf der Retro Classics 2011 (11. bis 13. März) gibt Bosch am Werkstand in Halle 1 und mit einer Motorsport-Sonderschau in Halle 4 einen Einblick in seine 125-jährige Unternehmensgeschichte.


  • Am Anfang stand „böses Gewürge“

    Am 15. November 1886 eröffnete der damals 25-jährige Robert Bosch in Stuttgart die „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“. Nach harten Anfangsjahren, die er später als „böses Gewürge“ bezeichnete, sorgte vor allem die Nachfrage nach Magnetzündapparaten für die wirtschaftliche Konsolidierung des jungen Unternehmens. Bereits 1887 hatte Robert Bosch auf Wunsch eines Kunden erstmals einen Magnetzünder hergestellt. Zehn Jahre später gelang es ihm, einen Kraftfahrzeugmotor mit einem Magnetzünder auszustatten. Damit löste er eines der größten Probleme der noch jungen Automobiltechnik.

    Bosch entwickelte sich rasch zu einem frühen „Global Player“. Hersteller und Autofahrer in aller Welt kauften die neuen, zuverlässigen Zündsysteme. Im Laufe der Jahre sollten viele weitere technische Meilensteine folgen, etwa die Beleuchtungsanlage mit eigener Stromversorgung, der elektrische Anlasser, die Hupe, der Scheibenwischer, die Servobremse oder der Winker.

    Insbesondere mit der Diesel-Einspritzpumpe gelang 1927 erneut ein großer Durchbruch auf dem Automobilsektor, der nicht das einzige Geschäftsfeld des Unternehmens blieb – ab Ende der Zwanziger erfand und produzierte man erfolgreich Werkzeuge und Haushaltsgeräte.


  • Im Motorsport ganz vorn dabei

    Von Anfang an ist die Bosch-Firmengeschichte eng mit der des internationalen Motorsports verknüpft. Schon bei den ersten großen Autorennen kurz nach 1900 fuhren die Rennwagen mit Magnetzündapparaten von Bosch. Im Jahre 1903 siegte der belgische Rennfahrer Camille Jenatzy beim Gordon-Bennett-Rennen auf einem Mercedes Rennwagen mit Niederspannungs-Magnetzünder von Bosch.

    Den Großen Preis von Le Mans gewannen 1954 die neuen Daimler-Benz 2,5 Liter Formelrennwagen – dank direkter Benzineinspritzung, Zündanlage und Zündkerzen von Bosch. Die Serie großer Erfindungen und ebenso großer Erfolge setzte sich bis in die Gegenwart fort. Dabei diente die Rennstrecke als willkommenes Versuchsfeld und oft wurden Verbesserungen noch vor Ort in den Boxen vorgenommen. So wurde etwa das Antiblockiersystem im harten Renneinsatz auf Herz und Nieren getestet, bevor es 1978 auf den Markt kam. Viele der im Motorsport erstmalig vorgestellten Innovationen sind inzwischen zum weltweiten Standard im Automobilbau geworden.

    Nicht umsonst hat man „Technik fürs Leben“ als Firmen-Leitmotiv gewählt. Gleichzeitig nimmt der Slogan auch Bezug auf die Grundsätze des Firmengründers Robert Bosch, der den Ausgleich wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedürfnisse als Kern unternehmerischer Verantwortung verstand. Es gelte, „die langfristige Existenzsicherung des Unternehmens in einer Balance zwischen Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlicher Verantwortung zu erreichen“, erklärte 2007 der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Franz Fehrenbach.


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