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Honda Gold Wing GL 1000

Hier finden Sie eine Auswahl weiterer Oldtimer-Fahrzeuge.

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  • 1972 - 1974: GL M1 AOK

    Die Geschichte der GOLD WING beginnt mit einem Prototyp, der erst ca. 16 Jahre später als "leicht überarbeitetes" Serienfahrzeug dem Publikum zugänglich gemacht wurde. Gemeint ist die  M1/AOK. 6 Zylinder Boxer, 1470 ccm, 80 PS bei 6.700 Touren und ein riesiger 20 Liter-Tank. All das sollte das 227 kg schwere Monster in 12 Sekunden über die Viertelmeile bringen. Endgeschwindigkeit: ca. 210 km/h.

    Das Motorrad ging so nie in Serie. Daran war vor allem der 6-Zylinder-Boxermotor schuld, der in dieser Ausführung besser in ein Auto gehört hätte. Dennoch sollte gerade dieser Motor mehr als 10 Jahre später den Grundstein für eine neue Ära im Motorradbau legen. Anscheinend war aber selbst den Erfindern ihr Konstrukt nicht so recht geheuer. Man musste sich zwangsläufig irgendwie beschränken. Dies geschah durch die Reduzierung der Zylinderzahl auf 4. Das Boxerprinzip wurde beibehalten. Auf dieser Basis wurde dann die GOLD WING geboren, die dann im September 1974 auf der IFMA in Köln erstmals vorgestellt wurde und noch einige Jahre nach ihrer Weltpremiere im Zweiradmuseum in Neckarsulm zu besichtigen war.
  • 1974 - 1975: GL 1000 K0

    Im Mai 1975 wurden in Deutschland die ersten GL 1000 K0 ausgeliefert. Als die "Neue" endlich dem breiten Publikum präsentiert wurde, gingen die Meinungen auseinander.  Das neue Flaggschiff der HONDA-Flotte war die bislang größte und schwerste Maschine, die HONDA als Serienfahrzeug je gebaut hatte und wich in ihrer Konzeption vollkommen vom bisherigen Design ab.

    Das optische Aufmöbeln mit den damals zur Verfügung stehenden Accessoires ließ erahnen, in welche Richtung nach Willen der WINGer gebaut werden sollte. Für welches Land vorrangig gebaut wurde war seit Anbeginn klar - Amerika.

    Obwohl die Gold Wing für damalige Verhältnisse einen relativ sportlichen Eindruck machte und sogar Eleganz ausstrahlte, konnte sie ihr Gewicht von 285 kg nicht leugnen. Diesen Nachteil wollte HONDA durch ein spezielles Konzept zumindest ausgleichen. Die Schaffung niedriger Schwerpunkte war hier eine der Lösungen.
  • 1976: GL 1000 K1 / LTD

    Die Veränderungen der 76er Gold Wing waren primär kosmetischer Natur. Eine effektvollere Lackierung mit Zierstreifen fällt eben eher ins Auge, als der "Schmiernippel", der am Endantriebsgehäuse unmittelbar am Übergang zur Schwinge angebracht war. Eine weitere Erleichterung der regelmäßigen Wartungsarbeiten erfolgte durch Einbau eines Schauglases mit Wischer, durch welches der Ölstand nun kontrolliert werden konnte. Der Wischer wurde einfach durch Ansetzen eines Schraubenziehers auf die dafür vorgesehene, außen liegende Schlitz-Schraube betätigt. Des Weiteren hatte die Gold Wing nun 2 Helmhalter, so dass man nicht mehr gezwungen war, die Helme mitzunehmen oder mit dem Bügel- oder Kettenschloss an der Maschine zu befestigen.

    Bereits 1976 gab es das erste Gold Wing Sondermodell - die Gold Wing GL 1000 LTD. Dieses Modell wurde im Laufe der Jahre zu einem gefragten Sammlerobjekt.

    Drei spektakuläre Unfälle, wovon einer tödlich war, zerrten die Gold Wing jedoch vor die Gerichte. Grund für diese Unfälle ohne Fremdeinwirkung waren vom TÜV Bayern abgenommene Lenkerverkleidungen der Firma KRAUSER. Trotz der Tatsache, dass HONDA seine Gold Wing - Kunden persönlich anschrieb und vor der Verwendung der genannten Verkleidung ausdrücklich warnte, wurde HONDA zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.
  • 1977: GL 1000 K2

    Das 1977er Modell erfuhr die bis dahin umfangreichsten Änderungen. Damit sich der WINGer auf seiner GOLD WING wohlfühlt, bedarf es einer angenehmen Sitzposition. Aus diesem Grund wurde die Sitzbank überarbeitet.

    Eine weitere Neuerung stellte die Verwendung von Kegelrollenlagern im Lenkkopf dar und auch die Auspuffanlage erfuhr eine optische Aufwertung. Nachdem man bereits 1976 ausschließlich beim Sondermodell GL 1000 K1 LTD die Kontur der Seitendeckel mit rundum laufenden Zierstreifen unterstrich, übernahm man diese Akzentuierung auch für die '77er Serie. Zu guter letzt fand ein Tachometer Anwendung, welcher sowohl Stundenmeilen mp/h als auch Stundenkilometer km/h anzeigte.
  • 1978: GL 1000 K3

    Die ersten einschneidenden Veränderungen kamen 1978.

    Zuerst wurde das Fahrwerk überarbeitet. Zusätzlich erhoffte man sich durch eine verstärkte Schwingenachse in diesem Bereich mehr Stabilität und der Einbau von je zwei Seitendrucklagern sollte ein Verspannen der Schwinge ausschließen. Vielleicht wechselte HONDA auch unter dem Aspekt des Fahrverhaltens erstmals von Speichenfelgen auf Comstar-Alu-Felgen. Unter Berücksichtigung geltender Abgasgesetze wurde die Leistung von 82 auf 78 PS reduziert und auch das Getriebe bzw. die Schaltung wurden überarbeitet. Rein äußerlich hat sich natürlich auch bei der K3 etwas getan. Alufelgen, eine voll verchromte Auspuffanlage, eine Verlängerung der Sitzbank um 10 cm, die Seitendeckel bekamen eine etwas andere Form, das Seitendeckelemblem wurde geändert, die Tankatrappe wurde neu gestaltet und ein neuer Luftfilter wurde angebracht.
  • 1979: GL 1000 K4
    1979 machte HONDA dort weiter, wo man 1978 aufgehört hatte. Erste Schritte in die neue Richtung lassen sich an der geänderten Beleuchtung ablesen. Der vordere Bremsflüssigkeitsbehälter wurde ebenfalls überarbeitet, des Weiteren fanden neugeformte, schwarzverchromte Brems- und Kupplungshebel Verwendung. Und auch die aus einem Stück gegossenen vorderen Bremsscheiben waren neu.

    Nach 5 Jahren wurde die Produktion der GL 1000 eingestellt. Die Fan-Gemeinde erwartete eine völlig neue Gold Wing - die beste GL 1000 aller Zeiten, die GL 1100. Um die Lager für das 1980er Modell zu räumen, standen die letzten GL 1000 beispielsweise bei HEIN GERICKE seinerzeit für DM 6.666,66 zum Verkauf. Weder davor noch danach kam man so preiswert an eine nagelneue Gold Wing.

    Mit freundlicher Unterstützung des Gold Wing Club Deutschland  e. V.


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