DruckenPDFBookmark

Die Sportwagen-Legende aus Zuffenhausen

Der Porsche 356

Als das 1931 gegründete Konstruktionsbüro Dr. Ing. h. c. Ferdinand Porsche nach dem Zweiten Weltkrieg einen Wiederanfang wagt, sind die Zeiten schwierig für das auf aufwendige Fahrzeugkonstruktionen spezialisierte Unternehmen. Dennoch formuliert Ferry Porsche im Frühjahr 1947 erste Überlegungen zum Bau eines auf Teilen des Volkswagens basierenden Sportwagens, der, zunächst als „VW-Sport“ bezeichnet, die Konstruktionsnummer 356 erhält. Der Porsche Junior-Chef hatte die Vision, „einen Sportwagen zu bauen, wie er mir selbst gefiel“.

Die Porsche-Techniker sind fasziniert von der Sportwagen-Idee und so entsteht schon im Februar 1948 ein fahrbereites Fahrgestell, für das wenig später ein schnittiger Roadster-Aufbau aus Aluminium angefertigt wird. Den offiziellen Segen der Behörden erhält der mit der Fahrgestellnummer 356-001 versehene Mittelmotor-Sportwagen am 8. Juni 1948 durch die Zulassungsgenehmigung der Kärntner Landesregierung. Doch als Hersteller exklusiver Sportwagen muss sich der Familienbetrieb Porsche seinen Platz in der Automobilwelt noch erkämpfen.

Keine drei Wochen nach seiner Einzelzulassung erlebt der Porsche 356 „Nr.1“ seine erste Bewährungsprobe, als der Porsche-Neffe Herbert Kaes mit dem Roadster am 1. Juli 1948 einen Klassensieg beim Innsbrucker Stadtrennen einfährt. Die Produktion der serienmäßigen Coupé- und Cabriolet-Versionen des Typ 356/2 läuft noch in der zweiten Jahreshälfte 1948 an und bis 1950 werden in Gmünd 52 Exemplare in Handarbeit gebaut. Wie auch der Prototyp erhalten die Porsche Typ 356/2 eine Aluminiumkarosserie, allerdings wird der Motor nun im Heck positioniert, um einen Gepäckraum hinter den Vordersitzen zu ermöglichen. Nach der Rückkehr nach Stuttgart 1950 beginnt die serienmäßige Produktion des Porsche 356 in einer angemieteten Halle der Karosseriewerke Reutter. Bereits zehn Jahre nach der Premiere des ersten 356 haben mehr als 25.000 Porsche-Sportwagen das Zuffenhausener Werk verlassen; bis zur endgültigen Produktionseinstellung im Jahr 1965 sollen es sogar 78.000 Automobile werden. Das Nachfolgemodell des 356, der von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander („Butzi“) entworfene Porsche 911, verhilft dem Unternehmen endgültig zum Durchbruch als weltweit führender Sportwagenhersteller.

Mehr Informationen zum Porsche 356 finden Sie hier

Weitere interessante Themen für Sie

ADAC Oldtimer-Wandern

Oldtimer-Wandern in Deutschland, Italien, Luxemburg und der Eifel. 
Mehr

Oldtimer-Pokalserien

Oldtimersportliche Veranstaltungen in Ihrer Nähe - unsere ADAC Pokalserien. 
Mehr

– Mitgliedschaft –

ADAC Plus-Mitgliedschaft

Auch als Old- und Youngtimerfahrer profitieren Sie von umfassendem Schutz auf Reisen. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität