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Das fabelhafte Insekt

VW Käfer

Laut, knatterig, winziges Rückfenster und marode Heizung – egal. Es ist ein Käfer. Rund wie ein Laib Brot. Treu wie ein Hund. Und schön. Einfach schön.

Rational lässt sich dieses Käfergefühl nicht erklären. Da muss man mit dem Herzen ran. Das schreit nach Nostalgie und Anekdoten, nach sentimentalen Geschichten.Davon gibt es massenhaft. Aus Zeiten, als man noch jung und abenteuerlustig war. Als es schlichtweg herrlich war, sich mit dem kleinen Auto über die Alpen zu quälen – zu fünft im Schiebedachkäfer. Oder als man auf der Hochzeitsreise in der 52er-Brezel übernachtet hat. Und als der komplette Umzug mit einer Cabrio-Ladung zu schaffen war.


  • Der Käfer transportiert Deutschland direkt ins Wirtschaftswunder

    Sie haben auch solche Geschichten? Natürlich. Und Ihr Käfer war – ganz objektiv – der allerschönste? Aber ja. Mehr als 21,3 Millionen Käfer wurden bis heute produziert. Lauter Prachtexemplare. Jeder absolut einmalig.

    Die Käfergeschichte beginnt in den Dreißiger Jahren. Der findige Konstrukteur Ferdinand Porsche entwickelt den kleinen Volkswagen - mit Unterstützung des nationalsozialistischen Regimes. Robust, einfach und preiswert soll das Jedermann-Auto sein. Seine Entwicklung ist noch nicht ausgereift, als der Krieg das Unternehmen stoppt.

    Doch der Käfer lässt sich nicht bremsen. Kaum hat sich der Frieden stabilisiert, wird in Wolfsburg weiter am Volkswagen gebastelt. Diesmal gerät er zur Serienreife. Sehr bald ist klar: Das runde Vehikel mit dem Vierzylinder-Boxermotor ist ein Renner! Schon 1946 läuft der 10.000. Buckelwagen vom Band – 1952 ist die Viertelmillion voll.

    Drei Jahrzehnte lang wird in Deutschland am Käfer gewerkelt und geschraubt: Das Brezelfenster wandelt sich zum Ovalfenster, eine Cabrioversion versüßt den Sommer, die Pferdestärken steigen von 25 auf 44 PS, und Blinker ersetzen die Winker. "Jeans"- und "City-Käfer" werden geboren, der "gelb-schwarze Renner" erobert die Herzen, und 1985 gibt es zum 50. Geburtstag den "Jubiläumskäfer".

    Der allerdings stammt nicht mehr aus Wolfsburger Produktion. Seit 1978 baut Mexiko die kleinen runden Kultkarossen. Dennoch bleiben die formschönen Flitzer dem deutschen Straßenbild erhalten. 85.000 Käfer sind heute noch unterwegs.


  • Das typische Käfer-Gefühl - einmalig!

    Aus den Köpfen und der eigenen Historie sind sie sowieso nicht mehr wegzudenken. Dieses Gefühl, damals, als endlich der Kaufvertrag unterschrieben war - unvergesslich! Oder die peinliche Panne mitten auf der Timmerndorfer Strandpromenade... Zur Rettung eilte – natürlich – ein quietschgelber ADAC-Käfer. Und das unverkennbar laute Knattern bei Tempo 110! Oder die zauberhaften Eisblumen auf den Scheiben-Innenseiten an kalten Wintertagen!

    Und – na, Sie wissen schon! Käfer eben...


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