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Motorradsicherheit - Jeder Meter zählt

Der ADAC kämpft auch in diesem Jahr dafür, Gefahrenquellen für Motorradfahrer auf und neben den Straßen zu entschärfen. In Bayern soll dabei Geld für 10.000 Meter Unterfahrschutz an Leitplanken gesammelt werden.
Die Spendenaktion zur Minderung der Gefahr, bei einem Sturz mit dem Motorrad unter die Schutzplanke zu rutschen oder gar an einen der Pfosten zu prallen, wurde zusammen mit dem Bayerischen Innenministerium unter dem Motto „Jeder Meter zählt“ initiiert. Minister Joachim Herrmann, selbst begeisterter Motorradfahrer, warb als engagierter Schirmherr beim Kulmbacher Motorradtreffen, mit rund 40.000 Bikern und Besuchern mittlerweile das größte Süddeutschlands, für die Aktion. Ebenso der neue Polizeipräsident Oberfrankens, Reinhard Kunkel, auch ein begeisterter Motorradfahrer: „Beim Motorradfahren liegen Faszination und Risiko eng beieinander. Dies verdeutlichen jedes Jahr Unfälle mit schweren oder tödlichen Verletzungen.“ Neben Fahrsicherheitstrainings und Fahrweise müssten Gefahrenquellen beseitigt werden.


  • Hoffnungsträger Schutzplanke

    Für Dipl.-Ing. Ralf Stock vom ADAC-Ressort Verkehr, das in Kulmbach wie bei den BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen nicht nur über Entschärfungsmöglichkeiten informierte, haben nachträglich angebrachte Unterfahr-Schutzplanken die beste Wirkung: „Bei 50 Prozent aller Motorrad-Unfälle sind Schutzplanken im Spiel. Nach der Statistik enden dabei jährlich über 100 tödlich und sehr viele mit schlimmen Verletzungen und Langzeitfolgen bis hin zur Querschnittslähmung. Ein entsprechend konzipierter Schutz aus nachgiebigem Blech füllt den Zwischenraum zwischen Planke und Boden und deckt zudem die gefährlichen Pfosten ab.“

    Für die angestrebten 10.000 Meter zur Entschärfung von gefährlichen Kurvenabschnitten in Bayern werden rund 350.000 Euro gebraucht. „Berge versetzen ist bekanntlich unmöglich, aber kleine Schritte führen auch zum Ziel. Jede Kurve mit Unterfahr-Schutzplanken kann Menschenleben retten oder die Folgenschwere eines womöglich harmlosen Ausrutschers erheblich mindern.“ Spenden unter dem Stichwort „Jeder Meter zählt“ können auf das Konto 16654353 bei der HypoVereinsbank Nürnberg, BLZ 760 200 70 eingezahlt werden. Informationen zur Aktion gibt es unter jeder-meter-zaehlt.de


  • Bundesweites Bewusstsein nötig

    Unterfahr-Schutzplanken gibt es aber nicht nur in Bayern, wo seit 2008 schon einige Abschnitte entschärft wurden. Der ADAC-Regionalclub Südbaden wurde 2011 in der gleichen Richtung aktiv und hat zusammen mit einigen Ortsclubs Kurven mit diesem Schutz versehen. „Der ADAC will helfen, bundesweit entsprechendes Bewusstsein zu schaffen“, betont denn auch Dipl.-Ing Stock. Die im Freistaat Bayern bereits erfolgreich erprobte Motorrad-Sicherheitstour mit Verantwortlichen aus Politik, Baubehörden, Verbänden und Presse soll auch andernorts auf Problemstellen und Abhilfe-Maßnahmen hinweisen. Soll der Ansatz einer Fehler verzeihenden Straße aber flächendeckend wahr werden, bedürfe es laut Stock allerdings zwischen Flensburg und Füssen genauer Sicherheitschecks und öffentlicher Mittel zur zügigen Umsetzung der daraus folgenden Maßnahmen.


  • Richtungsweisende ADAC-Broschüre
    Eine Broschüre, die neben der Leitplanken-Entschärfung auch andere Möglichkeiten wie Flexipoller vorstellt, hat der ADAC zusammen mit dem Deutschen Verkehrsicherheitsrat erstellt. Sie soll Straßenbauverwaltungen und -planer, aber auch Unfallkommissionen sensibilisieren und die Politik schlussendlich zu einer Finanzierung entsprechender Maßnahmen bewegen. Diese Broschüre „Motorradfahren – auf sicherer Straße!“ kann gegen eine Schutzgebühr von 7,50 Euro unter der Bestellnummer 2831842 bestellt werden bei: ADAC e.V., Hansastraße 19 · 80686 München, Fax: 089/76 76 4567
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