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Preise, Preisfindung und Preislisten


Das Studium von Kleinanzeigen im Internet, in Fachzeitschriften und lokalen Zeitungen vermittelt am schnellsten einen Überblick über Angebote und Preise von gebrauchten Motorrädern.

Über angemessene Gebrauchtpreise informieren die

  • schwackeLISTE Zweirad von eurotaxSCHWACKE oder der
  • DAT Marktspiegel der DAT Deutsche Automobil Treuhand. 

Diese Gebrauchtpreislisten erscheinen vierteljährlich (schwackeLISTE) bzw. monatlich (DAT Marktspiegel) und enthalten jeweils eine Einkaufs- und eine Verkaufsnotierung. An der niedrigeren Einkaufsnotierung orientieren sich die Gebrauchthändler bei der Inzahlungnahme von Motorrädern, an der höheren Verkaufsnotierung orientieren sich die verkaufenden Händler und die meisten privaten Verkäufer.

Auszüge der Gebrauchtpreislisten werden regelmäßig in verschiedenen Motorrad-Zeitschriften veröffentlicht. Dabei wird auch die Preiskorrektur erläutert, die notwendig wird, wenn die tatsächliche Laufleistung des gebrauchten Motorrades von der in der Liste angenommenen Kilometerleistung abweicht.

Auskunft über Gebrauchtmotorrad-Preise entsprechend den genannten Listen geben die technischen Abteilungen der ADAC Regionalclubs.

So finden Sie den individuell kalkulierten Gebrauchtpreis für Ihr Motorrad schnell und zuverlässig:

Als ADAC Mitglied finden Sie die Gebrauchtpreisnotierungen für Motorräder auch im Internet unter folgendem Link www.adac.de/infotestrat/fahrzeugkauf-und-verkauf/gebrauchtfahrzeuge/  Bei der Fahrzeugart bitte "Krafträder" auswählen.

Bei Motorrädern empfiehlt es sich meist, den Link „Kfz-Schein liegt nicht vor“ anzuklicken. Alle weiteren Schritte erklären sich von selbst. Beginnend mit den Daten für Erstzulassung und Laufleistung wird in drei weiteren Schritten (Hersteller, Leistungseckdaten der Modelle, genaue Modellbezeichnung) der Gebrauchtpreis des Motorrades oder Rollers kalkuliert. Bevor Sie unter dem Punkt  „Fahrzeugtyp“ die Rechnung in Gang setzen, können Sie auch eine Preisübersicht erstellen lassen. Dort finden Sie die Basispreise für die verschiedenen Zulassungsjahre.

Die Preise in den Gebrauchtpreislisten sind nicht verbindlich, sondern stellen nur eine Orientierungshilfe dar. Sie sind Mittelwerte, die aus den regional unterschiedlichen Preisen errechnet wurden. Zu beachten ist: Es bestehen bisweilen große Preisunterschiede zwischen Ballungszentren und ländlichen Regionen.

Bitte beachten: Es werden üblicherweise keine Preiskalkulationen angeboten für Motorräder, die älter sind als 12 Jahre. Für diese Fahrzeuge müssen so große individuelle Wertunterschiede angenommen werden, dass konkrete Gebrauchtpreisangaben unrealistisch wären.

Die Preise beziehen sich grundsätzlich auf unfallfreie, betriebs- und verkehrssichereSerienmotorräder mit einem durchschnittlichen, der angegebenen Gesamtfahrleistung und dem Alter entsprechenden Erhaltungszustand. Die nächste Überprüfung der Motorräder nach § 29 StVZO steht frühestens in einem Jahr an. Die Bereifung ist höchstens zu fünfzig Prozent abgenutzt.

Diesen hohen Anspruch wird wohl kaum ein gebrauchtes Motorrad erfüllen, zumal bereits ein umgestürztes Zweirad im strengsten juristischen Sinne nicht mehr als unfallfrei gilt, wenn dabei ein Schaden entstanden ist.


Angebotene Motorräder mit vielen Umrüstungen

Wird Ihnen ein Motorrad angeboten, das nicht mehr dem Serienzustand entspricht, sondern mit vielen Zubehör- und fremden Ersatzteilen ausgerüstet ist, oder als Oldtimer gelten kann, wird eine realistische Preisfindung häufig sehr schwierig. Zur Prüfung, ob dem An­gebot irgendein Phantasiepreis oder eine vernünftige Kalkulation zu Grunde liegt, sollte der Verkäufer Rechnungen für Zusatzteile oder sogar ein möglichst junges Gutachten vorlegen können. Auch das Studium von Kleinanzeigen in entsprechenden Spezialzeitschriften kann Aufschluss über angemessene Preise geben. Preise für Einzelzubehör lassen sich auch Zube­hörkatalogen entnehmen. Grundsätzlich fließt Zubehör je nach Alter und Funktion mit höchstens 50 bis 60 % des Neupreises in den Gebrauchtpreis des ganzen Motorrades ein.

Als Käufer sollten Sie auf jeden Fall prüfen, ob Ihnen die nachgerüsteten Zubehörteile oder die Umbauten überhaupt sinnvoll erscheinen. Würden Sie ähnliche Bauteile (z.B. größerer Tank, stärkeres Federbein, wirksamere Bremse, Hauptständer, ....) an Ihrem Motorrad nachrü­sten?
Haben Sie an den Umrüstungen kein wirkliches Interesse, sollten Sie dem Verkäufer deut­lich machen, dass Sie nicht bereit sind, hierfür einen besonders hohen Preis zu zahlen. U.U. verliert der Verkäufer dann das Interesse an weiteren Verkaufsverhandlungen.


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