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Wo ein gebrauchtes Motorrad suchen?


Internet-Plattformen

Für die gezielte Suche nach der passenden Maschine bieten sich in erste Linie Internet-Verkaufsplattformen an. Zu den bekanntesten zählen „mobile.de“ und „motoscout24“. Eine Liste der wichtigsten Webseiten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) enthält der Anhang am Ende dieses Dokumentes. Durch geschickte Festlegung der Auswahlkriterien ist eine Gruppe der in Frage kommenden Angebote schnell eingegrenzt.

 

Aktuelles Angebotsprofil (Stand: Februar/März 2017)

Aktuell bietet „mobile.de“ mit über 80000 Angeboten die größte Auswahl an motorisierten Zweirädern. Ca. 60% der Motorradangebote (über 125 cm3) stammen von Händlern, knapp 40% von Privatpersonen. Anfang 2017 betreffen fast 20% aller Angebote Neufahrzeuge von Händlern. Jeweils ca. die Hälfte der echten Gebraucht-Angebote fallen auf Händler und Privatverkäufer. Diese Aufteilung ist auch auf die Besonderheit des Jahreswechsels 2016/2017 zurückzuführen. Seit Anfang des Jahres dürfen nur noch Fahrzeuge erstmalig zugelassen werden, die die neuen Typgenehmigungsvorschriften erfüllen (Euro 4). Damit waren viele Händler Ende 2016 gezwungen, Euro 3-Modelle vor dem Jahreswechsel zumindest für einen Tag zuzulassen. Diese Modelle werden jetzt im Frühjahr 2017 als Neufahrzeuge in den Markt gedrückt, was auch einen Anstieg der Gebrauchtangebote erwarten lässt.


Klassische Angebote

Nach wie vor werden gebrauchte Motorräder auch in Kleinanzeigen von Motorradzeitschriften oder Anzeigenblättern angeboten. Die meisten dieser Offerten finden sich allerdings auch auf den Online-Verkaufsplattformen. Neben der einfacheren Suche bieten die Webplattformen im Vergleich zu klassischen Kleinanzeigen in Printmedien den entscheidenden Vorteil, mittels aussagekräftiger Bilder und Texte das Fahrzeug detailliert darzustellen. Der Umfang und die Qualität dieser Präsentationen geben dem Kaufinteressierten auch einen Hinweis auf die Professionalität des Verkäufers.


Kauf beim Händler

Wem das technische Verständnis und das sichere Gefühl für einen privaten Gebrauchtkauf oder ein vertrauenswürdiger, fachkundiger Bekannter fehlt, ist sicher mit der Suche bei einem Motorradhändler besser beraten. Der Händler unterliegt ebenso wie jeder andere gewerbliche Verkäufer der gesetzlich auf ein Jahr befristete Sachmangelhaftung. Eine mögliche zusätzliche Gebrauchtfahrzeuggarantie ersetzt die Sachmangelhaftung der gewerblichen Verkäufers grundsätzlich nicht. Tritt an der als gebraucht gekauften Maschine innerhalb des ersten halben Jahres ein Mangel auf, wird allgemein davon ausgegangen, dass dieser Mangel bereits bei Fahrzeugübergabe vorhanden war. Später muss der Käufer nachweisen, dass der Mangel bei Übergaben bereits bestand. Wird ein Mangel festgestellt und dem Händler angezeigt, muss ihm die Möglichkeit zur Nachbesserung gewährt werden. 

Die meisten Händler checken deswegen die gebrauchten Maschinen vor dem Verkauf eingehend durch und bieten somit mehr Sicherheit beim Kauf. Die gesetzlichen Auflagen führen allerdings auch dazu, dass nur wenige Händler ältere und damit günstigere Motorräder an Privatpersonen verkaufen. 

Klären Sie grundsätzlich, ob der Händler ein eigenes Motorrad im Rahmen seines Gewerbes oder ein fremdes Fahrzeug im Auftrag eines privaten Eigentümers verkauft.


Privater Gebrauchtkauf

Wer über das nötige technische Know-How für die realistische Beurteilung des technischen Zustand und des Wertes eines Motorrades verfügt und gerne auch über Preis und sonstige Konditionen verhandelt, wird den Kauf von Privat bevorzugen. Besonders für diese Einkaufsart sind die hier aufgeführten Tipps und Checklisten gedacht.


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