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KTM 125 Duke

- Kurzfahrbericht aus ADACmotorwelt 9/2011 -

Wer die Generation Facebook fürs Motorradfahren begeistern will, hat einen schweren Job. KTM versucht es trotzdem und könnte einen Hit landen. Die neue 125 Duke, ein Leichtkraftrad für den Führerschein A1 (ab 16 Jahre), wirkt keineswegs halbstark, sondern wie ein erwachsenes Motorrad. Und sie macht optisch so richtig was her: edler Gitterrohr-Rahmen, kunstvoll gearbeitete Schwinge, dicke Vorderrad-Gabel, üppig dimensionierte Reifen, Bord-Computer.
Mit 3995 € noch erschwinglich (die Herstellung in Indien macht’s möglich), bietet die schicke Österreicherin einen seidig laufenden Einzylinder-Viertaktmotor, der unter hohen Drehzahlen gute Leistung bringt. In Kombination mit einem spielerischen Handling ist Fahrspaß bis 80 km/h garantiert, dann regelt die Drossel ab – ein Limit für Fahrer unter 18 Jahren, das 2013 im Zuge des neuen EU-Führerscheins fallen wird. Im entsperrten Zustand (derzeit ab 18 Jahre) schafft die KTM Tempo 115 und wird dann außerorts nicht so oft von Pkw und Lkw bedrängt. Das ausgezeichnete Fahrwerk und die hervorragenden Bremsen sind ohnehin für deutlich höhere Fahrleistungen ausgelegt. Fragt sich nur: Warum gibt’s kein ABS?

 

Technische Daten
Motor
Einzylinder-Viertakt, 124,7 cm³, 11 KW/15 PS, maximaler Drehmoment 12 Nm (8000/min), von 0 auf 80 in 8,8 s, maximale Geschwindigkeit 80 (ohne Drosselung 115) km/h
Fahrwerk
Stahl-Gitterrohrrahmen, Telegabel Ø 43 mm, Aluguss-Schwinge
Räder und Bremsen
2 Scheiben
Maße und Gewicht
Leergewicht 137 kg
Verbrauch
Ca. 2,6 l S/100 km
Preis
3.995 € (+ Nebenkosten)

 

Aufgefallen
PositivNegativ
Prima FahrverhaltenKein ABS
erwachsenes FahrgefühlSitz recht hart
gute Verarbeitung und Ausstattung




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