Prinzipien

Managed Mobility: Mobilitätsdienstleister als Companion

Immer mehr Aufgaben des Alltags werden „outgesourct“. Was man nicht permanent braucht, wird nach Bedarf zeitweise dazu gebucht. Das führt zu einer völlig neuen Nachfrage nach Angeboten eines Mobilitätsmanagements – letztlich zu neuen Mobilitätsmärkten.

Die Mobilitätsgesellschaft definiert sich über den Wunsch nach Einfachheit und das Bedürfnis nach der Sicherheit einer reibungslosen Ankommensgarantie. Das erfordert ein individuelles Mobilitätsmanagement, das unser Leben in einem integrierten Mobilitätssystem und entlang von Mobilitätsketten organisiert.

Erst durch ein umfassendes Mobilitätsmanagement wird es gelingen, innovative Services entlang von Mobilitätsketten zu organisieren und zu gestalten. Solche ganzheitlich integrierten Mobilitätslösungen anzubieten, verlangt von Automobilherstellern wie von Verkehrsunternehmen und sämtlichen Akteuren im Verkehrssektor, sich zu Mobilitätsmanagern zu entwickeln. Mobilitätsdienstleister werden zum Companion, zum unsichtbaren Begleiter im mobilen Alltag und in einer Welt des Unterwegsseins. Mit intelligent kombinierten, netzwerkartig integrierten Services schaffen sie je nach Situation, Bedürfnissen und Anforderungen passgenaue Angebote.

Neue Koalitionen

Das schafft enorme Potenziale für die Verlängerung der Wertschöpfungskette durch die Erweiterung des Angebots. Es erfordert aber auch die Bereitschaft und Fähigkeit, über die Grenzen des bisherigen Kerngeschäfts hinauszuwachsen, sich für strategische Partnerschaften zu öffnen und Anschlussfähigkeit zu entwickeln. Denn zu leisten ist das nur im Netzwerk unterschiedlicher Anbieter.

Coopetition wird zum durchgängigen Prinzip: Kooperation wie auch Wettbewerb bestimmen die Innovationsdynamik auf den Mobilitätsmärkten der Zukunft. Aus Konkurrenten werden „Frienemies“ – Unternehmen und Institutionen, die beides sind: Wettbewerber und Koalitionspartner. Beispielsweise wenn es darum geht, an gemeinsamen Standards zu arbeiten.

Mit einer Fülle innovationsstarker Start-ups betreten neue, vielfach branchenfremde Player den Markt.

Mittelfristig erkennen die großen, etablierten Konzerne in ihnen vor allem Kollaborateure statt Gegner, die mit ihren Geschäftsmodellen dazu beitragen, das eigene Angebotsspektrum zu erweitern.

Auf diese Weise entstehen bis zum Jahr 2040 vielfältige offene Netzwerke und Plattformen, die extrem agil, kunden- und bedarfsorientiert neue Business-Ökosysteme für innovative, zukunftsweisende Mobilität erschaffen.