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Häufige Fragen zum Versicherungsverhältnis

Hier finden Sie Antworten auf Fragen zur Prämienzahlung, den Besonderheiten der unterschiedlichen Kennzeichen, den Auswirkungen der fehlenden Prämienzahlung und vieles mehr.


  • Prämienzahlung

    Grundsätzlich ist die Kfz-Versicherungsprämie als Jahresprämie berechnet. Dies bedeutet, dass sie am Anfang des Versicherungsjahres fällig und zahlbar ist. Die meisten Versicherer räumen ihren Versicherungsnehmern jedoch das Recht ein, die Prämie - gegen entsprechenden prozentualen Aufschlag - halb-jährlich, vierteljährlich oder - unter bestimmten Umständen - monatlich zu bezahlen.


  • Saisonkennzeichen

    Viele Fahrzeuge werden zwischenzeitlich saisonal zugelassen, also zum Beispiel von März bis Ende Oktober oder von November bis Ende Februar. Der Beitrag für Versicherungsverträge von Fahrzeugen mit einem Saisonkennzeichen wird in der Regel anteilig nach der Zeit der in Anspruch genommenen Saison berechnet. Teilzahlungen werden bei solchen Verträgen von den Versicherungsgesellschaften nicht eingeräumt.


  • Kurzzeitkennzeichen

    Kurzzeitkennzeichen können für eine Probe- oder Überführungsfahrt innerhalb eines Zeitraums von fünf Tagen verwendet werden. Der Betrag für den Versicherungsschutz ist nicht einheitlich festgelegt. Es empfiehlt sich deshalb, die Prämie bei mehreren Versicherungsgesellschaften zu erfragen. Soll das Kennzeichen länger verwendet werden, wird für jeden weiteren angefangenen 5-Tageszeitraum erneut der gleiche Betrag fällig. 

    Viele Versicherungsgesellschaften verrechnen den Betrag für die Versicherung des Kurzzeitkennzeichens, wenn der Hauptvertrag im Anschluss an die Probe- oder Überführungsfahrt bei derselben Gesellschaft abgeschlossen wird.


  • Versicherungskennzeichen

    Mofas, Mopeds, Mokicks, große Pedelecs und Roller sind gemäß §§ 3 FZV, 1 PflVG Fahrzeuge, die Versicherungskennzeichen führen müssen, wenn die Höchstgeschwindigkeit dieser Fahrzeuge nicht mehr als 50 km/h beträgt. Ausnahmen bilden Fahrzeuge bis max. 6 km/h, die dennoch eine entsprechende - die Ausnahme dokumentierende - Betriebserlaubnis haben. 

    Die Versicherungskennzeichen sind generell nur ein Jahr gültig. Das Versicherungskennzeichen gilt grundsätzlich immer vom 1. März eines Jahres bis zum letzten Tag des Februar im folgenden Jahr. Der Versicherungsschutz beginnt jeweils ab Abschluss des Versicherungsvertrages. Die Prämie wird immer für den vollen Monat berechnet. Schließt deshalb eine Person einen Versicherungsvertrag für ein Kfz, das mit Versicherungskennzeichen gefahren werden darf, am 15. August eines Jahres ab, so zahlt sie die Prämie für die Zeit vom 1. August bis zum Ende des Monats Februar des darauf folgenden Jahres. Nachdem es sich um ein "Ablaufkennzeichen" handelt, ist keine Kündigung notwendig. Als Versicherungsnachweis dienen das Kennzeichen und die Versicherungspolice.

    Wer ein Kfz mit Versicherungskennzeichen benutzt, hat keine Möglichkeit, hiermit schadenfreie Zeiten zu "erfahren" die auf einen Vertrag für ein Kfz mit amtlichen Kennzeichen übertragen werden könnten. Die Prämie für das Versicherungskennzeichen wird immer auf der Basis von 100 % berechnet. 

    Wird ein Fahrzeug mit Versicherungskennzeichen verkauft, bekommt der Versicherungsnehmer den Betrag rückerstattet, der für das restliche Versicherungsjahr noch zur Verfügung steht. Dies kommt jedoch nur dann in Betracht, wenn der Verkäufer das Fahrzeug nicht mit dem laufenden Versicherungsvertrag zusammen verkauft. Kann das Fahrzeug zum Beispiel unfallbedingt nicht mehr benutzt werden, kann der Versicherungsnehmer ebenfalls einen Antrag auf Erstattung der restlichen Prämie für das laufende Versicherungsjahr stellen (Prämienrückerstattung).


  • Auswirkung fehlender Zahlung
    Wird der erste oder auch der einmalige Beitrag nicht rechtzeitig bezahlt, besteht von Anfang an kein Versicherungsschutz, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat die verspätete Zahlung nicht zu vertreten. Zahlt er nachträglich, beginnt der Versicherungsschutz erst ab Zahlung.

    Außerdem kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, solange der Beitrag nicht gezahlt ist. Der Rücktritt ist ausgeschlossen, wenn die verspätete Zahlung nicht zu vertreten ist. Nach dem Rücktritt kann der Versicherer eine Geschäftsgebühr verlangen. 

    Folgebeiträge sind jeweils zum vereinbarten Termin (jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich) zu zahlen. 

    Zahlt der Versicherungsnehmer einen Folgebeitrag nicht rechtzeitig, muss der Versicherer ihn auffordern, den rückständigen Beitrag (zzgl. der Kosten der Mahnung) innerhalb von zwei Wochen ab Zugang der Aufforderung bei ihm zu zahlen. Er muss ihn auf die Folgen der unterbleibenden Zahlung, speziell bei einem Unfall, hinweisen. 

    Zahlt der Versicherungsnehmer die geschuldeten Beiträge trotz der Mahnung nicht, kann der Versicherer den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Die Kündigung wird unwirksam, wenn die rückständigen Beiträge innerhalb eines Monats ab Zugang der Kündigung beim Versicherungsnehmer bezahlt werden.

    Tritt ein Schadenereignis nach Ablauf der gesetzten zweiwöchigen Zahlungsfrist ein und sind zu diesem Zeitpunkt die geschuldeten Beiträge noch nicht gezahlt, besteht bei einem Unfall normalerweise kein Versicherungsschutz. Der Versicherer muss allerdings leisten, wenn der Versicherungsnehmer die nicht rechtzeitige Zahlung nicht zu vertreten hat.
  • Kurztarif

    Wird der Versicherungsschutz kurzfristig erweitert, also zum Beispiel für die Urlaubszeit statt der Teilkaskoversicherung die Vollkaskoversicherung beantragt, so kann der Versicherer hierfür einen Prämienaufschlag fordern, der sich an der entsprechenden Jahresprämie orientiert.


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Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


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