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Wie wird die Prämie in der Kfz-Haftpflichtversicherung berechnet?

Bei der Berechnung der Prämie werden persönliche, aber auch fahrzeug- und standortbezogene Umstände mitberücksichtigt. Wir haben diese Voraussetzungen hier zusammengestellt.


  • Persönliche Voraussetzungen

    Schadenstatistiken belegen, dass junge Fahranfänger (18-23 Jahre) und Personen über 69 Jahre häufiger in Unfälle verwickelt sind als Personen zwischen diesen beiden Altersgruppen. Dies bringt es mit sich, dass bei vielen Versicherungsgesellschaften Personen bis 23 Jahre und ab 69 Jahre teurere Prämien zahlen als Personen anderer Altersgruppen. Benutzen Personen bis 23 Jahre ein Kfz mit, so führt dies bei den meisten Kfz-Versicherungen ebenfalls zu einer Prämienerhöhung.
    Das Unfallgeschehen eines Versicherungsnehmers wirkt sich - positiv oder negativ - auf seine Prämie aus. Wer ein Kalenderjahr schadenfrei unterwegs war, wird im folgenden Kalenderjahr in eine günstigere Schadenfreiheitsrabattklasse eingestuft. Erleidet der Versicherungsnehmer in einem Kalenderjahr einen Schaden, der seiner Kfz-Haftpflichtversicherung gemeldet wird, wird der Versicherungsvertrag im darauf folgenden Kalenderjahr zurückgestuft.
    Viele Versicherungsgesellschaften gewähren Versicherungsnehmern, die schon lange Jahre schadenfrei gefahren und deshalb in hohen Schadenfreiheitsrabattklassen sind, einen "Rabattretter". Nach einem Unfall wird der Versicherungsvertrag zwar in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft, der Beitragssatz bleibt aber gleich. Gegen Aufpreis kann bei einigen Gesellschaften ein Rabattschutz erworben werden. Ein Unfall führt im nächsten Versicherungsjahr unter diesen Umständen nicht zur Rückstufung.


  • Fahrzeug- und Standort bezogene Voraussetzungen

    In der Kfz-Haftpflichtversicherung werden Kraftfahrzeuge nach Typenklassen tarifiert. Dieses System hat den Vorteil, dass konkret betrachtet wird, welche Schäden durch einen bestimmten Fahrzeugtyp verursacht werden. 

    Nahezu jedes Fahrzeug ist mit einer Typschlüsselnummer versehen. Eine Ausnahme bilden lediglich Re-Importfahrzeuge. Die Typklasse des Fahrzeugs kann unter www.typklasse.de herausgefunden werden. So müssen Fahrzeuge mit hoher Leistung nicht unbedingt in hohe Typklassen eingestuft sein; hier kommt es auf das jeweilige Fahrverhalten der Nutzer an.

    Regionalklasseneinteilungen werden den Versicherungsgesellschaften von einem unabhängigen Treuhänder vorgeschlagen. Grundlage für den Vorschlag des unabhängigen Treuhänders sind die Schadenstatistiken der Versicherungsunternehmen. 

    Da die Regionalklassen bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften unterschiedlich sein können, lohnt es sich für den Kunden einen Prämienvergleich verschiedener Versicherungen vorzunehmen.


Kontakt

Noch Fragen zu diesem Thema?

Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


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