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Autokauf - Kfz-Versicherung

Hier finden Sie versicherungsrechtliche Informationen rund um das Thema Autokauf. Die vorläufige Deckung oder der Umfang des Versicherungsschutzes bei Fahrten vor der ersten Zulassung werden ebenso dargestellt.


  • Was bedeutet vorläufige Deckung?

    Die Kfz-Haftpflichtversicherung untergliedert sich regelmäßig in zwei eigenständige Versicherungsverträge.
     

    • Zum einen in den Vertrag für die vorläufige Deckung. Dieser Vertrag wird mit der Vorlage der Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) bei der Zulassung geschlossen.

    • Zum anderen den endgültigen Vertrag im Anschluss an die vorläufige Deckung.

    Schon bei der Zulassung eines Fahrzeugs muss der Nachweis erbracht werden, dass eine dem Pflichtversicherungsgesetz entsprechende Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung besteht. Ohne elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) ist eine Zulassung und die Zuteilung eines amtlichen Kennzeichen nicht möglich. Wer die vorläufige Deckung auch in der Kaskoversicherung haben will, muss sich dies ausdrücklich schriftlich vom Versicherer bestätigen lassen. 

    Mit der Aushändigung der Versicherungsbestätigungsnummer an den Versicherungsnehmer gibt der Versicherer eine so genannte vorläufige Deckungszusage in der Haftpflichtversicherung ab. Die Versicherungsbestätigung deckt alle Fahrten im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren ab, also zum Beispiel die Fahrt zur technischen Überprüfung vor der Zulassung und die anschließende Fahrt zur Zulassungsstelle. Voraussetzung ist allerdings, dass bei der Zulassungsstelle ein Kennzeichen reserviert und am Fahrzeug angebracht ist.


  • Wann beginnt der Hauptvertrag?

    Mit der Zahlung der ersten Prämie nach Erhalt des Versicherungsscheins beginnt der Hauptvertrag. Der Versicherungsnehmer ist in der Kraftfahrtversicherung zur Zahlung des ersten Beitrages nur gegen Aushändigung der Versicherungsbestätigung oder des Versicherungsscheins sowie der Versicherungsbedingungen und der Informationen zum Versicherungsvertrag verpflichtet. Verlangt der Versicherer nicht bereits zur Aushändigung der Versicherungsbestätigungskarte die Prämie, so wird die Prämie innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt sämtlicher vertragsrelevanter Unterlagen fällig.


  • Was muss man beim Widerrufsrecht beachten?

    Der Widerruf des Antrags auf Abschluss des Hauptvertrages kann innerhalb von vierzehn Tagen ab Abgabe der Vertragserklärung erfolgen. Die Frist beginnt jedoch frühestens zu dem Zeitpunkt, zu dem der Versicherungsnehmer sämtliche Vertragsunterlagen erhalten hat.

    Mit dem Widerruf endet auch der Vertrag über die vorläufige Deckung. Der ursprüngliche Versicherer kann eine branchenübliche Geschäftsgebühr für die Gewährung des Versicherungsschutzes fordern. Wer seine Vertragserklärung widerruft, muss umgehend dafür sorgen, dass die Versicherungsbestätigungsnummer seiner neuen Kfz-Versicherung der Kfz-Zulassungsstelle zugeht.

    Wichtig: Der Weg des Wechsels von einem Versicherer zum anderen sollte erst gegangen werden, wenn feststeht, dass der neue Versicherer auch in der Kaskoversicherung die vorläufige Deckung gewährt.


  • Besteht für Fahrten vor der Zulassung und nach der Abmeldung Versicherungsschutz?

    Entsprechend dem vorgeschriebenen Inhalt der Versicherungsbestätigung hat der Versicherer bzw. der Versicherungsnehmer bei vorläufiger Deckung zwei Möglichkeiten, den Beginn des Versicherungsschutzes festzulegen: 

    • Ohne Nennung eines konkreten Datums mit "ab Tag der Zulassung" oder

    • mit Nennung eines konkreten Datums.

    Entsprechende Formulierungen sind regelmäßig in den Antragsformularen der Versicherer enthalten. In jedem Fall beginnt der Versicherungsschutz spätestens ab dem Tag der Zulassung, das heißt, mit Beginn dieses Tages, also ab 0 Uhr.

    Der Versicherungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht auch für die "Zulassungsfahrten". Zulassungsfahrten sind dabei Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren innerhalb des für den Halter zuständigen Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Zulassungsbezirks ausgeführt werden. Als derartige Fahrten gelten insbesondere Fahrten zur Durchführung der Hauptuntersuchung, Sicherheitsprüfung oder Abgasuntersuchung sowie Rückfahrten von der Zulassungsbehörde nach Entfernung der Stempelplakette.

    Voraussetzung für die Durchführung solcher Fahrten ist jedoch, dass ein Kennzeichen von der Kfz-Zulassungsstelle bereits zugeteilt oder reserviert ist und dieses Kennzeichen - wenn auch ohne amtliche Stempel - am Fahrzeug angebracht ist.


Kontakt

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Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


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