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Was ist bei der Gründung einer Fahrgemeinschaft zu beachten?

Bei der Gründung einer Fahrgemeinschaft sind oft viele Fragen offen. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen und können sich ein Formular zur vertraglichen Haftungsbeschränkung sowie den ADAC-Car-Sharing-Vertrag herunterladen.

 

Vertragliche Haftungsbeschränkung, PDF 37 KB

ADAC-Car-Sharing-Vertrag


  • Welche Versicherung übernimmt die Schäden der Insassen bei einem vom Fahrer oder Halter verschuldeten Unfall?

    Die Haftpflichtversicherung kommt grundsätzlich für alle Schäden der Insassen - auch der Familienangehörigen auf. Da bei schweren Unfällen die vereinbarte Deckungssumme überschritten werden kann, ist eine unbegrenzte Deckung (bei Personenschäden Versicherungssumme bis 7,5 Mio. EUR je nach Versicherungsgesellschaft) empfehlenswert. Ferner sollten Beifahrer eine Haftungsbeschränkungserklärung (siehe Formular oben) unterzeichnen. Die Haftung für grobe Fahrlässigkeit bei personenschäden kann nur ausdrücklich durch eine handschriftliche Vereinbarung ausgeschlossen werden. 

    Sozialversicherungsrechtlicher Aspekt

    Bei freiwilliger, nicht vom Arbeitgeber angeordneter Fahrgemeinschaft, z. B. von der Wohnung zum Arbeitsplatz, haften neben der Kfz-Haftpflicht auch die Sozialversicherung. Sozialversicherungsschutz erstreckt sich auch auf Umwege, die zum Abholen bzw. Absetzen des Beifahrers zurückgelegt werden.


  • Was gilt, wenn der Fahrer oder Halter den Unfall nicht verschuldet hat?

    Seit 01.08.2002 gibt es Schmerzensgeld auch dann, wenn der Schädiger den Unfall nicht verschuldet hat. Lediglich dann, wenn "höhere Gewalt" zum Unfall führte, also der Autofahrer z.B. durch einen Blitzschlag die Lenkung verreißt und hierdurch ein Schaden entsteht, besteht weder ein Schmerzensgeld- noch ein Schadenersatzanspruch.

    Handschriftlich kann auch in diesen Fällen unverschuldeter Unfälle festgelegt werden, dass derjenige Beifahrer die Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt trägt, dessen Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung zur Rückstufung führt. Bei Minderjährigen müssen beide Eltern unterzeichnen.

    Kein Versicherungsschutz besteht, wenn der Halter sein privates Kfz für eine gewinnorientierte, gewerbsmäßige Nutzung, z. B. als Mietwagen, benutzt, einen Gewinn erzielt und beabsichtigt, derartige Fahrten zu wiederholen. Die Versicherung muss den Schaden ersetzen, kann aber beim Fahrer oder Halter Rückgriff nehmen. Die Zahlung der reinen Betriebskosten ist unschädlich. 

    Sozialversicherungsrechtlicher Aspekt

    Im Fall des unverschuldeten Unfalls leistet auch die Sozialversicherung. Bezahlt werden allerdings nur die Kosten für Heilbehandlung, Berufshilfe, Sterbegeld, Verletzten- und Hinterbliebenenrente.Sachschäden oder Schmerzensgeld werden von der Sozialversicherung nicht bezahlt. Schmerzensgeld kann von der Kfz-Haftpflichtversicherung gefordert werden, ebenso der Sachschaden der mitfahrenden Personen.


  • Was kann bei der Steuererklärung berücksichtigt werden?

    Für den Weg zwischen Wohn- und Arbeitsstätte gilt eine Entfernungspauschale von 0,30 EUR je Entfernungskilometer ab dem ersten Entfernungskilometer. Dabei ist grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung maßgebend. Im Einzelfall kann jedoch entscheidend sein, welche Verbindung, z.B. in Ballungsgebieten, verkehrsgünstiger ist. Die Entfernungspauschale ist als Werbungskosten in der Steuererklärung anzusetzen, höchstens jedoch 4.500 EUR.Geltend gemacht werden können auch Kosten für einen Unfall auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, sofern diese nicht von einer Versicherung ersetzt wurden.


Kontakt

Noch Fragen zu diesem Thema?

Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


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